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Sonic Forces

Entwickler: Sonic Team
Publisher: Sega

Genre: Jump'n'Run
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 35,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
sonic_forces_logo

Als altes Mega Drive-Kind tut es mir im Herzen weh, was mit Sonic passiert ist. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen (u.a. Sonic Generations) dümpelt der kleine blaue Igel, mit dem ich als Kind etliche spaßige Stunden verbracht und erst zufrieden war, wenn ich auch den letzten Ring eingesammelt habe, nur noch herum. Mit Sonic Forces verspricht uns Sega nun aber endgültig Besserung. Ob dies wirklich der Fall ist? Wir haben es für euch getestet.

Meinung:

Die Pressemitteilungen, mit denen Sonic Forces vor seinem Release beworben wurde, klangen wirklich vielversprechend. Da war die Rede von der Verschmelzung des klassischen Sonic-Gameplays mit moderner Action, von eigens erstellten Helden, neuen mächtigen Gadgets und einer spannenden Story samt ikonischen Gegnern. Doch was von all dem ist im Spiel tatsächlich zu sehen? In der Tat so gut wie alles.
Zwar ist die Story nicht so spannend, wie sie angekündigt wurde, aber durchaus ganz nett. Zu Anfang erleben wir hier nämlich mit, wie Sonic einen Kampf gegen Dr. Eggmans neuesten Schergen, Infinite, verliert und daraufhin in eine Zelle im Weltraum gebracht wird. Sonics alte Freunde wie Knuckles, Amy Rose, Silver the Hedgehog, Krokodil Vector können natürlich nicht mit ansehen, wie Dr. Eggman nun die Welt regiert und formieren sich kurzerhand zu einer kleinen Rebellionstruppe, deren Ziel es ist, Sonic zu befreien und den dicken Bösewicht mit dem markanten Schnäuzer zu stürzen.
Der Spieler ist dabei natürlich mittendrin, und zwar nicht nur mit Sonic (dazu später mehr), sondern auch als ein ganz neuer, eigens ersteller Charakter.

Erstmals ein eigener Charakter
Für den eigenen Charakter stehen dabei verschiedene Tierarten zur Auswahl, die auch allesamt über eigene Eigenschaften verfügen. Wer sich beispielsweise für den Wolf entscheidet, darf sich darüber freuen, dass er Ringe automatisch anzieht und als Vogel hat man den Vorteil einen Doppelsprung ausführen zu können. Wer hingegen lieber als Katze unterwegs ist, behält auch nach gegnerischen Treffern seine Ringe. Die anderen Charaktere, Hase, Wolf, Igel und Bär haben ganz ähnliche Fähigkeiten. Wenn man sich für eine Tierart entschieden hat, darf man diese noch nach seinen Wünschen einfärben, sowie einkleiden. Zu Anfang stehen einem allerdings nur wenige Klamotten zur Verfügung, doch mit jedem absolvierten Level erhöht sich deren Fundus.
Zusätzlich dazu kann man seinen Charakter auch noch mit einem Wispon ausstatten, der dem Charakter einen zusätzlichen speziellen Angriff und eine Spezialbewegung verleiht. Wenn man sich etwa für den Feuer-Wispon entscheidet, kann man seine Feinde mit einem Flammenwerfer beschießen und sich noch in die Lüfte katapultieren. Da die Nutzung natürlich nicht unbegrenzt ist, muss man den Wispon mit Wisps aufladen, die man während der Level findet.
Was alle einigt, ist der Greifhaken, den man unabhängig von der Tierart auf jeden Fall dabei hat und mit dem sowohl Gegner vermöbelt als sich auch über Abgründe herüberschwingt.

Klassik und Moderne

Bisher konnten also tatsächlich alle groß angekündigten Features von Sonic Forces überzeugen. Doch wie sieht es nun mit der Verschmelzung von Klassik und Moderne aus?
Erfreulicherweise muss man auch hier sagen, das Sega auch hier gute Arbeit geleistet hat. Die 30 wunderbar verwinkelten Level bieten in der Tat sowohl altbekannte 2D-, als auch moderne 3D-Abschnitte, die man entweder mit dem klassischen, dem modernen Sonic oder aber dem eigenen Charakter durchlaufen muss. Das alles sieht auch noch wunderbar aus, auch wenn man die vielen liebevoll gestalteten Details bei der Geschwindigkeit mit der man an ihnen vorbeirast, meist gar nicht wahrnimmt. Nerviges Ruckeln oder Ähnliches konnte ich nicht feststellen.

Wäre hier doch bloß Schluss
Ich wünschte, ich könnte die Rezension an dieser Stelle abschließen und verkünden, dass der blaue Igel mit Sonic Forces endlich wieder an alte Zeiten anknüpfen kann. Doch leider würde ich dann nicht die Wahrheit sagen. Denn so schön die Level auch gestaltet sind, so langweilig ist das Gameplay, mit dem man diese durchläuft. Mich erinnert das Ganze an einen Reaktionstest, denn mehr als im Affentempo nach rechts und links zu manövrieren und im richtigen Moment den Sprung oder Angriffsbutton zu drücken, wird hier von niemandem abverlangt. Wenn das so gut funktionieren würde, wie im Ur-Sonic hätte ich eigentlich gar nichts dagegen. Allerdings gibt es immer wieder Situationen, bei denen man nicht sieht, was als Nächstes auf einen lauert und man so abrupt aus dem Geschwindigkeitsrausch gerissen wird.
In den Passagen, in denen man den klassischen Sonic spielt, der natürlich auch stilecht keinen Mucks von sich gibt, und man das Spielgeschehen aus der ebenfalls klassischen 2D-Seitenansicht präsentiert bekommt, sind solche Momente wesentlich seltener. Doch nicht nur deswegen gefallen mir persönlich diese Abschnitte besonders gut. Für mich sind sie obendrein auch so etwas wie eine Reise zurück in meine Kindheit und lassen mich an die gute alte Zeit zurückerinnern. Ein Manko, das sowohl die Modernen als auch die klassischen Level gemeinsam haben, ist deren Länge, oder besser gesagt Kürze. Denn auch wenn sich 30 Level zunächst nach viel anhört, muss man leider sagen das sich viele Level sehr ähneln und man für kein Level länger als drei bis vier Minuten benötigt, weshalb die Spieldauer auch recht überschaubar ist. Man kann zwar noch versuchen die höchste Wertung in jedem Level zu erreichen und auch die letzte der je fünf versteckten roten Münzen suchen, wesentlich länger wird das Spiel dadurch aber nicht – vor allem, weil der ausschlaggebende Punkt für eine hohe Wertung eine möglichst niedrige Durchlaufzeit ist.

Der Onlinemodus sorgt auch nicht dafür, dass man länger am Spiel bleibt. Direkte Duelle mit anderen Spielern gibt es nämlich leider nicht. Stattdessen kann man ihnen gelegentlich helfen, was so aussieht, dass man dann mit dem Avatar des anderen Spielers ein Level durchläuft. Das ist zwar ganz nett, mehr aber eben auch nicht.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Sega macht mit Sonic Forces vieles richtig. Zum Beispiel ist es richtig cool, das erste Mal überhaupt mit einem eigenen Charakter spielen zu dürfen. Auch die Vermischung des klassischen und modernen Sonic inklusive passender Level ist wirklich gelungen. Zudem sieht das Ganze auch noch hübsch aus. Leider hapert es aber massiv am Gameplay. Nicht nur, dass es viel zu leicht ist, die einzelnen Level sind auch sehr kurz, so dass der Spaß insgesamt nicht sehr lange andauert.
Sonic Fans müssen also wohl doch noch etwas auf ein rundum gelungenes Spiel mit dem blauen Igel warten.

Sonic Forces - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.25 Grafik: 7.00
Sound: 6.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 5.00
Wertung: 6.25
  • Hübsche, bunte Grafik
  • Rasant gestaltete Level
  • Kein Ruckeln
  • Ganz ordentliche Story
  • Eigener Charakter
  • Level sind viel zu kurz
  • Manche Level ähneln sich stark
  • Keine echte Herausforderungen
  • Manchmal wird man abrupt abgebremst
  • Kaum Wiederspielwert

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Rezension vom: 27.11.2017
Kategorie: Jump'n'Run
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