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WWE 2K18

Entwickler: Yukes
Publisher: 2K Games

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 39,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
wwe_2k18_logo

Seit Jahren bringen 2K und Yuke’s alljährlich ein neues WWE 2K-Spiel heraus. Doch genau wie die Quoten im Mutterland des Sports Entertainment, sinkt auch die Qualität der Spiele immer weiter. Dieses Jahr wollen Publisher und Entwickler diesen Trend endlich stoppen und haben dafür viele Neuerungen und Verbesserungen in die neuste Ausgabe gepackt. Ob dies zum erwünschten Erfolg geführt hat, haben wir für euch getestet.

Meinung:

Man kann 2K und Yuke’s vieles anlasten, doch das sie nicht wüssten, wie man die einzigartige WWE-Atmosphäre einfängt und ins Spiel packt, gehört sicherlich nicht dazu. Denn auch wenn alles andere bergab ging, die Atmosphäre war immer grandios. Und das ist auch diesmal nicht anders. Die Entwickler haben es nämlich geschafft die Einzüge sämtlicher Superstars und Legenden, von denen es sage und schreibe knapp 200 gibt, originalgetreu ins Spiel zu integrieren. Bobby Roode läuft so zum Beispiel genau wie Bray Wyatt unter seinen typischen Lichteffekten und der original Einzugsmusik in den Ring. Und obwohl nicht alle Musiken und Einzüge aktuell sind, sondern ungefähr dem Stand vor WrestleMania 32 entsprechen, stellen sie doch allesamt echte Highlights dar, weshalb mir auch nie in den Sinn käme sie zu abzubrechen.

Die Einzüge sind das Schönste
Leider stellen die Einzüge aber auch wieder eine optische Ausnahme dar. Denn während diese, auch dank der neuen Beleuchtung, wirklich hübsch anzusehen sind, gilt dies für die Superstars selber wieder einmal nur bedingt. Während bei den absoluten Top-Stars wirklich signifikante Verbesserungen auszumachen sind, sehen manche der männlichen und weiblichen Wrestler, sowie Legenden, wie schon in den letzten Jahren, zum Fürchten aus. Doch selbst wenn sie gut getroffen sind, wirken ihre Haare garantiert wie nass herunterhängende Lappen. Die Hallen sehen leider auch nicht viel besser aus. Mal ganz abgesehen vom hässlichen Publikum, sehen die Hallen bis auf den jeweiligen veranstaltungstypischen Look immer gleich langweilig aus. Wo hier eine Überarbeitung stattgefunden haben soll, wie vor dem Release groß angekündigt, sehe ich im besten Willen. Zumal nicht nur die Optik der Wrestler zu wünschen übrig lässt, sondern auch wieder die Physik und Kollisionsabfrage. Wie man es seit ein paar Jahren gewohnt ist, glitchen auch hier die Kämpfer und Kämpferinnen gerne mal ineinander, bewegen sich stocksteif oder treffen uns, obwohl wir klar außerhalb ihrer Reichweite waren. Leider waren dies immer noch nicht alle technischen Macken, die man in WWE 2K18 miterleben muss. Als i-Tüpfelchen bekommen wir nämlich noch einige Ruckler präsentiert. Gerade wenn es im Ring voll wird, als etwa bei einem 8-Mann Tag-Team-Match, geht die Framerate so manches Mal rapide nach unten. Aber auch während der Einzüge ruckelt das Bild gerne mal – und das, obwohl das Bild hier ohnehin nur 30 FPS aufweist, während das Geschehen im Ring mit 60 FPS abläuft (zumindest theoretisch).

Neue Kommentatoren – alte Probleme
Technisch präsentiert sich WWE 2K18, bis auf die wirklich schön anzusehenden Einzüge und ein paar Ausnahme-Kämpfer, also einmal mehr sehr durchwachsen und die angekündigten Neuerungen und Verbesserungen sind nur bedingt sichtbar.
Wesentlich besser zu erkennen sind sie hingegen an anderen Orten, wie etwa den Kommentatoren. Auch hier war eine Änderung tatsächlich bitter nötig, doch leider macht das neue Trio Corey Graves, Byron Saxton und Michael Cole ihre Sache auch nicht viel besser. Zwar schaffen sie es durchaus Emotionen rüber zubringen, doch das jeder noch so lahme Move großartig und jedes einseitige Match legendär ist, stört den Gesamteindruck doch gewaltig. Ich verstehe nicht, wieso 2K dieses Problem nicht in den Griff bekommt, schließlich zeigen sie bei NBA 2K doch, dass sie es können – und zwar richtig gut.

Durch die Gänge streifen
Ein weiterer Punkt, an dem dieses Jahr Hand angelegt wurde, ist der Karrieremodus „My Career“. Das Prinzip ist noch immer dasselbe: Man erstellt mithilfe des Editors einen eigenen, ausschließlich männlichen, Wrestler (warum man keine Frau spielen kann, ist gerade in Hinblick auf die immer wichtiger werdende Woman‘s Division eine mehr seltsame Entscheidung) und kämpft sich mit diesem vom Performance Center über NXT bis zum Maineventer bei WrestleMania hoch. Neu ist, dass man sich hier nun, ähnlich wie schon in NBA 2K18 mit seiner Nachbarschaft, frei durch den Backstagebereich bewegen kann und dort andere Superstars antrifft und mit ihnen interagieren kann. Zudem kann man sich hier auch ein paar Nebenbeschäftigungen widmen. Im Grunde ist diese neu erworbene Freiheit wirklich toll, doch leider gibt es auch hier einige Probleme. So schön es ist, dass man mit anderen Superstars interagieren kann, so unerträglich öde ist es, dass man diese leider nie zu Ohren bekommt. Anstatt einen anzuquatschen, geschieht alles über Texteinblendungen. Und das gilt nicht nur für die anderen Wrestler, sondern auch für den eigenen, was natürlich gerade bei den Promos, die man hier natürlich auch zu Genüge führen muss, nicht wirklich prickelnd wirkt. Ein weiteres Manko: Die Ladezeiten. Egal ob man zum Interview geht, seine Attribute neu verteilen will, oder vom Backstagebereich in die Halle will, um dort in einen laufenden Kampf einzugreifen, alles ist mit einer lästigen Ladezeit verbunden, die einen immer und immer wieder aus dem Geschehen reißt. Zudem ist es ärgerlich, dass man seinen Wrestler nicht von Anfang an so erstellen kann, wie man es gerne hätte. Denn während der normale Editor gewohnt umfangreich ist und einem nicht nur einen Wrestler, sondern auch dessen Einzug und sogar Hallen und Championship-Gürtel nach eigenen Wunsch erstellen lässt, muss man sich im zum Karriere zugehörigen Editor viele Sachen erst mühselig freischalten. Dies geschieht über Lootboxen, die nun auch hier Einzug gehalten haben. Zwar kann man diese ausschließlich gegen im Spiel gewonnene Virtual Credits eintauschen, dennoch fragt man sich, warum mittlerweile jedes Spiel unbedingt Lootboxen haben muss. Hier haben sie im Grunde nur den Zweck das Spielgeschehen in die Länge zu ziehen. Denn um sich die mit 10.000 Virtual Coints teuersten Lootboxen zu kaufen, muss man einige Matches bestreiten. Wahlweise kann man aber auch mit seinem Charakter online im neuen Road to Glory-Modus starten und hier gegen Kämpfer anderer Spieler antreten und sich Herausforderungen stellen. Je nachdem wie erfolgreich man dabei abschneidet, erhält man Punkte, mit denen man seinen Charakter verbessern kann. Zudem kann man sich für Großveranstaltungen qualifizieren und sich irgendwann seinen Platz in der Hall of Fame sichern. Dieser Modus ist wirklich eine nette Neuerung und macht tatsächlich sehr viel Spaß.

Viele Matchvarianten
Wem das Hocharbeiten dennoch zu lange dauert oder wer einfach nicht mit einem Nobody, sondern mit einem der zahlreichen WWE Superstars und Legenden in den Ring steigen will, für den bietet WWE 2K18 noch genügend Alternativen an. Zum einem wäre da natürlich der „Reguläre“ Online-Modus, in dem selbstverständlich auch mit Brock Lesnar, Braun Strowman oder dem Undertaker gekämpft werden kann. Genau wie bei den Einzelspieler Exhibitition Matches stehen einem auch online etliche verschiedene Matchvarianten zur Auswahl. Die volle Packung erhält man aber Offline. Allein beim normalen 1 vs. 1-Match kann man hier aus 14 verschiedenen Matcharten auswählen. Neben dem ganz normalen Match kann man etwa auch ein Backstage Brawl-, Extreme Rules-, TLC-, Hell in a Cell-, Steel Cage- oder No Holds Barred-Match auswählen. Im Tag Team-, 6-Man und 8-Man, Triple Threat und Handicap-Bereich gibt es ebenfalls reichlich Varianten und wer möchte, kann zudem natürlich auch ein 30-Mann Royal Rumble starten. An Abwechslung mangelt es hier also wahrlich nicht.

Überladen und Konterbezogen
Nachdem wir nun das ganze Drumherum ausgiebig vorgestellt haben, stellt sich nun nur noch die Frage, wie denn das Geschehen im Ring überhaupt vonstattengeht. Leider muss man sagen, dass das Gameplay und die Steuerung im Vergleich zum Vorjahr keinerlei Veränderung genossen hat. Im Klartext bedeutet dies, dass man sich auch dies Mal wieder mit einer überladenen Steuerung und vor Minispielen und Kontern trotzenden Gameplay herumschlagen muss. Gerade Letzteres ist ein großes Ärgernis. Denn ohne Konter geht hier gar nichts. Doch leider ist das Zeitfenster einen solchen zu starten, wieder einmal so knapp bemessen das nicht nur Neulinge, sondern auch kampferprobte Spieler ein ums andere Mal dran verzweifeln werden. Ich würde mir wirklich sehr begrüßen wenn Yuke‘s die gesamte Steuerung und das komplette Gameplay einmal über Bord werfen und durch ganz neue Ersetzen würde. Das würde nämlich nicht nur das Frustpotenzial dramatisch senken, sondern auch wesentlich moderner wirken. Das, was man jetzt aufgetischt bekommt, wirkt nämlich wie aus einer anderen Zeit – ganz abgesehen davon, dass es wenig intuitiv wirkt. Wenn man sich dennoch die Zeit nimmt, das perfekte Timing für die Kontermechanik und die verschiedenen Minispiele, die zum Beispiel bei Aufgabegriffen starten, zu verinnerlichen, kann man aber durchaus tolle Matches erleben. Schließlich verfügt jeder Wrestler über seinen ganz eigenen Kampfstil und Moves, weshalb kein Kampf dem anderen gleicht. Schade nur, dass das ganze Potenzial aber eben nur die wenigsten der Spieler erleben werden.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Selbst als großer Wrestling-Fan hatte ich mit WWE 2K18 nur bedingt Spaß. Klar sind die Einzüge der Superstars cool inszeniert und natürlich ist es schön, wenn man Backstage den einen oder anderen Wrestler antrifft. Doch warum läuft alles nur über Texteinblendungen ab? Gerade 2K weiß doch, wie man es sehr viel besser macht.
Das ist aber gar nicht das ärgerlichste an WWE 2K18. Vielmehr stört einem das das Gameplay dasselbe ist wie seit Jahren, wobei die völlig überladene Steuerung, die andauernden Minispiele und das komplett auf Konter ausgelegte System doch ganz offensichtlich schon lange ad acta gelegt werden müsste! Wenn Yuke's und 2K dies endlich einsehen, macht WWE 2K sicherlich wieder sehr vielen Spaß, momentan ist es aber nur etwas für frustresistente, die viel Zeit damit verbringen wollen, das perfekte Timing für Konter zu verinnerlichen, um so doch in den Genuss der dann durchaus toll anzusehenden Matches zu kommen.

WWE 2K18 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.625 Grafik: 7.00
Sound: 7.00
Steuerung: 6.00
Gameplay: 6.50
Wertung: 6.625
  • Begehbarer Backstagebereich
  • Viele unterschiedliche Matcharten
  • Viele Superstars und Legenden spielbar
  • Atmosphärische Einzüge
  • Riesiger Editor
  • Viele Ladezeiten
  • Superstars nicht vertont
  • Kommentatoren
  • Überfrachtete Steuerung
  • Alles basiert auf Kontern

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Rezension vom: 10.11.2017
Kategorie: Sport
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