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Sparc

Entwickler: CCP Games
Publisher: CCP Games

Genre: Virtual Reality
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 29,99 €

Systeme: PlayStation 4

Inhalt:
logo

Sparc ist eine Squash-Halle, die auf das Artdesign von Tron trifft und in der man, statt mit einem Schläger, eher wie bei Völkerball mit den Händen spielt. Im Prinzip ist Neon-Laser-Ganzkörpereinsatz im Wohnzimmer gefragt. Ich wollte dieses PSVR-Spiel unbedingt ausprobieren und wurde ziemlich überrascht.

Meinung:


Sparc kann man sitzend wie auch stehend spielen, denn eine extrem genaue Kalibrierung macht das möglich. Wie genau die ist, erfahrt ihr später. Zusätzlich kann man seinen Avatar einrichten. Größe (entscheidend für das Wohlbefinden in der VR), die Farben des Anzugs und zahlreiche Muster machen aus zwei Motion-Controllern und der Brille einen leuchtenden Tron-Sportler. Das Handling im Menü ist genau so präzise wie es Spaß macht, im virtuellen Spiegel sein neues Ego beim Posen zu betrachten. Es ist beeindruckend, wie mit den Controllern und der Brille ein ganzer Oberkörper in seinen Bewegungen realistisch abgebildet wird.

Warm-Up
Bevor wir uns in die Online-Matches wagen, empfiehlt Sparc das Absolvieren der Tutorials. Also stürze ich mich in erste Anfänger-Szenarien. Bei Sparc steht man in einem langgezogenem Raum, ähnlich einem Squash-Court. Man hat einen eigenen Ball, der, wenn man ihn in der Hand hält, zu einem Schild mutiert. Ziel ist es, mein Gegenüber zu treffen, gleichzeitig aber selber nicht getroffen zu werden. Dazu später mehr.
In den Übungsmissionen geht es erst mal darum, den Ball auf Zielscheiben zu werfen und ihn, wenn er zurückkommt, wieder zu fangen oder mit dem Schild ankommende Bälle zu parieren. Auch die Ausweichbewegung werden geübt. Der Schwierigkeitsgrad der Tutorials wird nach und nach gesteigert, indem die Ballgeschwindigkeit erhöht, die Zielscheiben kniffliger positioniert und der direkte Weg zum Ziel durch Wände versperrt wird. Hier lernt man dann mit der Bande zu spielen, sowohl links und rechts als auch oben und unten.

Phänomenal
Schon in den Tutorials merkt man eines: Sparc ist absolut präzise! Wurfgeschwindigkeit und Richtung passen so gut wie immer. Ausweichbewegungen werden ebenso gut umgesetzt. Beeindruckend ist, dass man Bälle anschneiden kann und so mit der Bande fiese Würfe abfeuern kann. Innerhalb weniger Sekunden vergisst man in Sparc, dass man eben keinen Ball in der Hand hat und diesen physikalisch korrekt durchs Wohnzimmer wirft. Man erlebt hier virtuelles Ballgefühl der Extraklasse! Wie im Rausch absolvierte ich alle Trainingsmissionen – und fing schon hier an zu schwitzen.

Drei Modi für den Schweiß
Kommen wir zum Herzstück von Sparc, dem Online Multiplayer. Es gibt drei verschiedene Modi. Im Anfängermodus kann man den gegnerischen Ball immer abwehren. Im normalen Modus ist das nur dann möglich, wenn der eigene Ball aus der gegnerischen Hälfte wieder zurück springt und man ihn auffängt. Der Pro-Modus schließlich glänzt mit einem gekippten Raum, der von der Form einem Salino ähnelt. Dadurch werden die Abprallwinkel, wenn der Ball auf die Wände trifft, eher unnatürlich, weswegen Anfänger diesen Modus meiden sollten.

E-Sport? Nein, einfach nur Sport!
Ich starte mein erstes Match und komme direkt in den Court – keine Warteschlange. Ich begrüße meinen gegenüber mit einer virtuellen Bro-Fist, dann stehen wir uns gegenüber, jeder den Ball in der Hand. Wer wirft zuerst und gibt seine Deckung auf? Welchen Spielstil wird mein Gegner haben? Ich werfe mit aller Kraft, schneide Bälle an, springe zur Seite, wenn mir der gegnerische Ball entgegen saust. Ich bin mittendrin in Sparc!
Durch die PSVR-Brille und den integrierten Voicechat wird dabei jedes Wort übertragen. Das fühlt sich nicht wie anonymer E-Sport an, sondern kommt dem echten Sport von Angesicht zu Angesicht recht nah. Es wird bei Ausweichmanövern geschnauft, es wird gelacht bei witzigen Aktionen und gejubelt nach Punktgewinnen. Pöbeleien? Nicht erlebt! Der Grund mag eben genau dieser eine Schritt weg vom E-Sport hin zur gefühlt echten Menschlichkeit sein. Es geht sogar so weit, dass meine Mitspieler, die oft besser sind als ich, einen Gang zurückschalten und mir das Spiel erklären und Tipps geben.

Sagte ich schon, das Sparc Sport ist?
Ich will euch nicht mit dem Attribut "Sport" langweilen, aber nach meinen ersten intensiven Anspielsessions hatte ich am nächsten Tag ordentlich Muskelkater! Mein erster Muskelkater durch virtuellen Sport. Das mag zum einen daran liegen, dass ich jetzt nicht den stärksten Bizeps habe, aber im echten Leben hatte ich bei Squash, einer der Sportarten, wo die Kalorien atomisiert werden, weniger Muskelkater!

Multiplayer-Problem
Es gibt in Sparc keine KI-Gegner! Es ist von Anfang bis Ende als virtueller Sport zwischen zwei Menschen ausgelegt und das ist vorbildlich gelöst. Nur was bleibt, wenn, aufgrund kleiner VR-Nutzerbasis und einem nicht gerade geringen Preis, die Spieler ausbleiben? Eigentlich nichts. Ich hatte leider Stunden, wo ich gerne ein paar Würfe gemacht hätte, aber niemanden angetroffen habe. Das ist nicht die Regel, könnte aber zur Gefahr werden.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Christian Jacob Sparc ist mehr als der beworbene E-Sports Titel für VR-User, denn Sparc schafft es, die Auseinandersetzungen mit den Mitspielern so realistisch abzubilden, dass man während der schweißtreibenden Matches völlig vergisst, dass man im Wohnzimmer rumhampelt. Von der anfänglichen Bro-Fist bei Matchbeginn, über den Voicechat bis zum präzisen Tracking, Sparc ist vom Konzept her eines der besten, weil immersivsten, PSVR-Spiele! Für einen Titel, der zwingend eine lebendige Community braucht, ist der Preis aus meiner Sicht leider zu hoch. Er ist definitiv verdient, schreckt aber womöglich zu viele Leute von Sparc ab – das wäre schade, denn ich habe Bock auf Muskelkater!

Sparc - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Christian Jacob

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.625 Grafik: 7.00
Sound: 7.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 7.625
  • Präzises Tracking
  • Schweißtreibender Sport
  • Super Community
  • Probleme beim Matchmaking
  • Wenig Spielmodi

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Rezension vom: 21.10.2017
Kategorie: Virtual Reality
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