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NBA 2K18

Entwickler: Visual Concepts
Publisher: 2K Sports

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 44,00 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
nba_2k18_logo

Neben dem Fußball fand diesen Monat noch ein weiteres Sportspielduell statt - der um die beste Basketballsimulation. Doch während sich FIFA und PES ein enges Kopf-an-Kopf rennen lieferten, sieht die Situation auf dem glänzenden Parkett ganz anders aus. Hier dominiert seit Jahren NBA 2K das Geschehen nach Belieben und mit NBA 2K18 wird sich daran ganz sicher auch nichts ändern. Somit bleibt eigentlich nur die Frage, ob sich 2K diesmal auf ihren Lorbeeren ausgeruht hat. Unser Test wird darauf die Antwort geben.

Meinung:

NBA 2K
gilt seit Jahren als die beste Sportsimulation überhaupt. Kein anderes Spiel vermag es den realen Sport so realitätsnah und gleichzeitig auch noch hübsch auf die Bildschirme zu bringen, wie die Reihe aus dem Hause 2K bzw. Virtual Concepts. In Anbetracht dessen könnte man es dann Machern also gar nicht übel nehmen, wenn sie es einmal ein wenig ruhiger angehen lassen. Doch die Männer und Frauen von Virtual Concepts denken gar nicht dran und stecken jedes Jahr aufs Neue ihr ganzes Herzblut in die Entwicklung und schaffen es so, ihr Spiel immer besser zu machen. Auch dieses Jahr ist dies nicht anders.

Vom DJ zum NBA-Star
Ohne große Umschweife wollen wir deswegen auch direkt mit der größten Neuerung anfangen, die im Karriere-Modus vorzufinden ist. Am eigentlichen Spielprinzip hat sich hier allerdings nichts getan. Denn nach wie vor geht es darum, sich von Basketball-Talent zum NBA-Star hochzuarbeiten. In diesem Jahr versuchen wir dies als D.J., der immer so genannt wird, egal welchen Namen wir ihm am Anfang verpassen. Der Grund dafür ist allerdings einleuchtend. Unser Alter Ego hat zwischendurch nämlich mal alle Ambitionen ein Basketballstar zu werden über Bord geworfen und sich stattdessen als DJ versucht. Diese Karriere war aber nicht von Erfolg gekrönt, so dass er nun doch wieder zum Basketball gewechselt ist. Normalerweise wäre so ein Hin und Her natürlich der Tod für jede ambitionierte NBA-Karriere. Bei DJ ist dies aber offensichtlich anders. Während eines Streetball-Turniers wird nämlich ein Scout auf ihn aufmerksam, der ihn auch gleich zu einem Probetraining einlädt - die Tür in die NBA ist damit geöffnet. Übrigens ist diese auch dann geöffnet, wenn wir uns während des Turniers total blamieren und gar nichts auf die Reihe bekommen.
Das ist aber leider nicht das Einzige, was an der Story ein wenig seltsam anmutet. Aus irgendeinem Grund versucht dieser nämlich extrem witzig rüber zu kommen. Leider funktioniert das aber so gar nicht. Erstens passt es nicht zum Thema und zweitens wirken die meisten Charaktere einfach nur überzogen klischeehaft und/oder sind total nervig. Ein Paradebeispiel dafür ist unsere asiatische Mitbewohnerin, die dermaßen aufgedreht wirkt, dass selbst eine ganze Packung Valium nicht helfen würde – und das schlimmste, man kann ihr nicht den Mund verbieten. Sämtliche Zwischensequenzen, von denen es eine Menge gibt, müssen nämlich in voller Länge angesehen werden. Warum sich die Entwickler für diesen „humorvollen“ Weg entschieden haben, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.

Welcome in the Neighborhood
Glücklicherweise verbringt man die meiste Zeit seiner Karriere aber ohnehin in der neu hinzugekommenen und, wie ich finde, genialen „Neighborhood“. Natürlich ist es nichts Neues das Sportspiele über eine Hub-Welt verfügen, doch NBA 2K18 hebt dies auf ein ganz anderes Level. Mich erinnert das Ganze sehr an PlayStation Home, falls das noch jemand kennt. Wie diese mittlerweile eingestellte PlayStation-Welt kann man auch in der Nachbarschaft von NBA 2K18 die Avatare anderer Spieler treffen oder in abgeschlossenen Locations ganz für sich alleine sein. So kann man zum Beispiel in seinem eigenen Penthouse chillen, alleine in der Trainingshalle seines NBA-Teams trainieren, sich auf dem Freiplatz austoben oder sich in Shops mit neuen Tattoos, Frisuren und Klamotten ausstatten. Man kann aber eben auch andere Spieler auf der Straße oder im Fitnessstudio treffen und mit ihnen sogar Wetten ausmachen, wer in verschiedenen Minispielen der bessere ist.

Nichts ist umsonst
All dies ist wirklich unterhaltsam und es macht tatsächlich eine Menge Spaß mit seiner Crew in der Nachbarschaft abzuhängen, allerdings gibt es auch da einen Punkt, der mir dabei gar nicht gefällt. Es ist nämlich tatsächlich so, das fast alles, was man kaufen kann, mit Virtual Coins, also der internen Währung bezahlt werden muss. Das wäre so weit kein Problem, wenn man davon genügend bekommen würde. Doch leider ist es so, dass man selbst für eine einfache Frisur sehr lange sparen muss, um sie sich leisten zu können – und ob sie einem anschließend auch wirklich gefällt, steht dabei noch nicht einmal fest, denn eine Vorschau gibt es nicht. Wenn es wirklich nur ums Aussehen gehen würde, wäre es aber sicherlich noch zu ertragen. Allerdings kann man mit den VC eben nicht nur Accessoires kaufen, sondern auch Fähigkeitenverbesserungen. Und genau hier liegt der Haken.
Um sich auch nur zu einem halbwegs passablen Spieler zu entwickeln, benötigt man eine Unmenge an VC, ansonsten krebst man mit seinem Level 50 Charakter herum und kann gar nichts. Doch um diese Menge einzuspielen, muss man etliche Stunden investieren und darf dabei wirklich nichts für kosmetische Dinge ausgeben. Natürlich weiß aber auch 2K das Spieler im Allgemeinen schnellen Erfolg sehen möchten und was bietet sich da am besten an? Natürlich, die Virtual Coins auch gegen Echtgeld anzubieten. Viele nutzen dies natürlich auch fröhlich aus und erschaffen sich so innerhalb kürzester Zeit einen brauchbaren Charakter, der obendrein auch noch cool aussieht, ganz egal was es kostet. Und was ist mit denjenigen, die nicht über die Mittel verfügen, zu den Anschaffungskosten für das Spiel noch mal extra Geld für seine Charakter ausgeben zu können? Die sind die Dummen, müssen sich die Finger wund spielen und werden „doof angeguckt“ wenn sie selbst nach Tagen noch in den anfänglichen grauen Klamotten durch die Nachbarschaft streifen. Das Mikrotransaktionen mittlerweile zu Videospielen dazugehören ist jedem klar (auch wenn es sehr bedauerlich ist), doch warum macht man es dann zumindest nicht so das „ehrliche Spieler“ besondere Boni bekommen, die man eben nur durch die harte Arbeit erhält. So wären beide Seiten zufrieden und der Publisher darf sich trotzdem über weitere Einnahmen freuen.

Es geht auch ohne Zusatzkosten
Ganz ohne irgendwelche Extrakosten, aber dafür ebenfalls mit einer netten Neuerung, kann man den MyGM-Modus genießen. Während man sich komplett um die Franchise kümmert, erlebt man nun nämlich auch hier eine kleine Geschichte, bei der man auf verschiedenste Ereignisse reagieren und Entscheidungen treffen muss, die sich allesamt auf den weiteren Spielverlauf auswirken und zu einem von mehreren Enden hinauslaufen. Doch keine Bange, denn natürlich kann man auch nach dem „Ende“ weiterhin als Manager tätig und so eventuell eine ganze Dynastie starten. Wer das Ganze drum herum nicht braucht und lediglich sein eigenes Dream-Team zusammenstellen möchte, für den ist der Mein Team-Modus genau das richtige. Im Stil des bekannten FUT-Modus aus FIFA stellt man sich auch hier mit Hilfe von Karten sein Team zusammen. Neu gegenüber des letzten Jahres sind hierbei die sehr viel ausführlichere Einführung sowie die Strategiekarten. Während Ersteres den Einstieg für Neulinge wesentlich vereinfacht, sorgen die neu hinzugekommenen Karten dafür, dass man kurzzeitig über bestimmte Vorteile verfügt. Beides ganz nette Neuerungen, wie ich finde.
Ebenfalls gänzlich neu und sehr nett ist der Pack & Playoffs-Modus, in dem man mit einem zufällig zusammengesetzten Team, das man anschließend nur noch punktuell durch neue Karten ergänzen kann, den 16 Spiele langen Weg bis zur Championship-Trophy angehen muss. Hier ist wirklich Können gefragt, weshalb dieser Modus wohl vor allem für ambitionierte Spieler genau das Richtige sein dürfte.
Wem das alles zu aufwendig ist, kann natürlich auch wieder an schnellen Spielen teilnehmen oder sich online versuchen. Oder man tobt sich kreativ aus, denn auch das ist hier durchaus möglich. Wie wäre es zum Beispiel mal seinen eigenen Schuh zu designen? Dank NBA 2K18 kann dieser Traum nun in Erfüllung gehen.

Eine echte Simulation
Natürlich hat sich aber nicht nur bei den Modi ein bisschen was getan, auch im Gameplay werden alte NBA 2K-Veteranen die eine oder andere Änderung bemerken. So wurde die KI mal wieder verbessert und macht nun auch endlich mal ein paar gewollte Fehler, schließlich ist ja kein Spieler perfekt, warum sollte das hier also anders sein? Zudem wurde das Passspiel verfeinert und fühlt sich nun noch ein bisschen intuitiver an. Dazu passend erfordern auch Würfe etwas mehr Gefühl. Natürlich sorgt das alles nicht gerade dafür, dass Neulinge einfacher ins Spiel kommen. Aber wer eine echte Basketballsimulation haben möchte, der nimmt die Mühe sicherlich in Kauf. Denn wenn man mal alles verinnerlicht hat, kann man die beste Basketballsimulation in vollen Zügen genießen. Es ist schlichtweg unglaublich, mit wie viel Liebe zum Detail hier gearbeitet wurde, um diesen faszinierenden Sport so realitätsnah wie nur möglich erscheinen zu lassen. Und das gilt nicht nur für das Gameplay, sondern auch für die Präsentation.

Fantastische Präsentation

Was Visual Concepts grafisch abliefert, ist nämlich ebenfalls unfassbar. Dass die Spieler alle fantastisch aussehen und alle Bewegungen butterweich ablaufen, ist bei dieser Reihe beinahe schon selbst selbstverständlich und kaum noch die Rede wert. Viel faszinierender ist aber, das sich die Macher eben nicht nur auf das Geschehen auf dem Parkett beschränken, sondern auch sonst an alles gedacht haben. Da laufen Kameramänner genauso herum wie Cheerleader, die Fans bewegen sich realistisch und in der Halbzeitpause bekommt man eine waschechte Half Time Show, in der die Geschehnisse der ersten beiden Viertel genauestens analysiert werden. Während des Spiels bekommt man ebenfalls punktgenaue und informative Kommentare und zum krönenden Abschluss – obwohl es eigentlich vor jedem Spiel zu sehen ist – liefert uns Shaquille O’Neal in seiner Pre-Show alles Wissenswerte zum kommenden Spiel. Wenn jedes Sportspiel so präsentiert werden würde, wäre das ein echter Traum.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Normalerweise müsste es für NBA 2K18 aufgrund des massiven Nutzens von Mikrotransaktionen eine gehörige Abwertung geben. Doch das würde dem Spiel dann nicht mehr gerecht werden. Denn was 2K einem sonst bietet, ist schlichtweg fantastisch. Das Gameplay ist unglaublich realitätsnah, die Grafik super und die Präsentation sucht im Sportspielesegment seinesgleichen. Kurz gesagt: NBA 2K18 ist die beste Sportsimulation, die es momentan gibt, daran ändert auch der andauernde Aufruf zu Mikrotransaktionen nichts. Dennoch sollte sich 2K selbst hinterfragen, ob es wirklich richtig ist, wie sie dies einsetzen. Die Geschichte zeigte oft genug, dass durch solche Aktionen der Ruf zerstört werden kann – ganz gleich wie gut das Spiel auch sein mag.

NBA 2K18 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.5 Grafik: 9.50
Sound: 9.50
Steuerung: 9.50
Gameplay: 9.50
Wertung: 9.5
  • Realitätsnahes Gameplay
  • Viele Spielmodi
  • Einzigartige Atmosphäre
  • Toller Kommentar
  • Zahlreiche kleinere Verbesserungen
  • Karriere-Modus voller Mikrotransaktionen
  • Fähigkeiten mit Echtgeld kaufen
  • Story des Karriere-Modus gewollt lustig

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Rezension vom: 12.10.2017
Kategorie: Sport
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