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Danganronpa V3 - Killing Harmony

Entwickler: Spike Chunsoft
Publisher: NIS America

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 60 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation Vita

Inhalt:
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Wer schon immer einmal Phoenix Wright spielen wollte, aber keine Nintendokonsole sein Eigen nannte, hat als Ersatz in den letzten Jahren die Danganronpa-Reihe bekommen. Die ersten Teile sind auf der PS Vita erschienen und wurden vor Kurzem auch auf die PS4 portiert. Der dritte Teil der Hauptreihe namens V3 - Killing Harmony kommt nun direkt sowohl auf der Vita als auch auf Sonys Heimkonsole auf den Markt und verfolgt das Prinzip, dass mehr auch immer direkt besser ist.

Meinung:


 

Danganronpa V3 versteht sich als Soft Reboot der Serie. Der Titel ist zwar zeitlich nach den anderen Teilen angesiedelt, stellt aber den Beginn einer neuen Haupthandlung dar, die man verstehen kann, ohne die vorherigen Teile gespielt zu haben. Die Grundprämisse bleibt dabei die gleiche, wie sie auch aus den anderen Titeln bekannt ist. Eine Gruppe von Schülern findet sich in einer abgeriegelten Schule wieder, in der sie von einem sadistischen Bären namens Monokuma und seinen neuen Kindern, den Kumacubs, dazu gezwungen werden, sich gegenseitig umzubringen, um wieder in Freiheit zu gelangen. Kann jemand einen seiner Mitschüler umbringen, ohne von den anderen überführt zu werden, kommt er frei und alle anderen sterben. Wird der Täter entlarvt, wird er stattdessen bestraft und auf brutale Weise hingerichtet. Da tun sich natürlich die Abgründe der menschlichen Seele auf.

Abgedreht
Alles in Danganronpa ist überzogen dargestellt. Die Schüler haben jeweils ein ultimatives Talent, wie etwa der ultimative Detektiv, die ultimative Cosplayerin oder auch der ultimative Roboter, das sie auszeichnet. Glücklicherweise bleiben die Figuren aber nicht reduziert auf dieses Merkmal, sondern werden im Verlauf der Geschichte ordentlich ausgebaut. Das geschieht natürlich nur unter der Voraussetzung, dass sie überleben, denn jedes Kapitel enthält einen Mord, der aufgeklärt werden muss. Der mordlüstige Bär Monokuma legt zwar nicht selbst Hand an, versorgt die Überlebenden aber immer wieder mit Motiven für weitere Greueltaten, während seine Cubs in riesigen Mechs dafür sorgen, dass niemand einen Fluchtversuch unternimmt. Diese Abgedreht hilft dabei, das doch sehr düstere Thema, in dem auch immer wieder die Gesellschaft und Moral unter die Lupe genommen wird, ein wenig sanfter und verträglicher zu gestalten.

Wahrheitsfindung
Das Spiel ist im Grunde eine Visual Novel, in der wir die meiste Zeit über der Story folgen, unsere Mitschüler kennenlernen und die Schule erkunden. Ist dann ein Mord geschehen, beginnt der investigative Teil, in dem wir Tatorte nach Spuren untersuchen und Zeugen vernehmen. Alle gefundenen Hinweise werden gesammelt und für das Gerichtsverfahren aufgehoben, das startet, sobald wir alle Beweise gefunden haben. Der Hauptteil der Interaktion erfolgt dann auch in eben diesem Verfahren, in dem ganz nach Phoenix Wright-Manier die Aussagen der Zeugen auseinandergenommen und anhand der eigenen Beweise widerlegt werden müssen. Bei Danganronpa reicht es aber nicht, einfach nur den richtigen Beweis zu finden. Alle Aspekte der Verhandlung sind in kleine Minispiele gehüllt, die mit jedem Teil ausgeweitet wurden. Die häufigste Art ist die Debatte, in der die Beweise als Truth Bullets auf die zu widerlegenden Aussagen geschossen werden müssen. Hinzugekommen sind weitere Minispiele wie ein Arcaderacer, bei dem man durch die richtigen Buchstaben fahren muss, um Worte zu bilden oder eine Art Minesweeper, bei dem Gegenstände freigelegt werden. Leider nehmen diese Minispiele immer mehr zu und die wenigsten von ihnen sind wirklich unterhaltsam. Oftmals frustriert es einfach nur, wenn man einen perfekten Lauf in einem Verfahren verliert, weil die Steuerung in einem Minispiel herumzickt.

Unwahrheitsfindung
Ein interessanter neuer Aspekt ist jedoch die Fähigkeit zu lügen und Aussagen zu unterstützen. Hier muss ein wenig verquer gedacht werden. Wenn sich ein Zeuge bei seiner Aussage unsicher ist, diese aber zu unseren Plänen passt, kann ein Beweis herangezogen werden, der die Aussage bestärkt. Haben wir keine Beweise, um eine Aussage, die unseren Plan behindert, zu widerlegen, kann nun auch dreist gelogen werden. Kommt die Sache raus, gibt es herbe Bestrafungen, aber eine erfolgreiche Lüge kann eine Debatte komplett herumreißen. Während die Fälle im Gegensatz zu Teil 2 wieder logischer aufgebaut sind, sind die meisten von ihnen jedoch auch recht simpel zu durchschauen und werden durch die Minigames in die Länge gezogen. Insgesamt passiert in der Story im Mittelteil leider auch, abgesehen von den Morden, relativ wenig. Der Großteil der Handlung findet am Anfang und am Ende statt.

Das Drumherum
Optisch hat sich nicht viel getan, was vermutlich daran liegt, dass der Titel neben der PS4 auch noch auf der Vita erschienen ist. Die Charakterdesigns sind aber gewohnt abgefahren und vor allem die Bestrafungsvideos wurden wieder einmal sehr gut in Szene gesetzt. Die englische Übersetzung ist im Großen und Ganzen recht gut gelungen und weist lediglich ein paar kleinere Flüchtigkeitsfehler auf. Erwähnt sei die Möglichkeit, einen durchgespielten Spielstand der Demoversion am Anfang des Spiels zu laden. Leider gibt es diese Demo nicht im deutschen Store und ein Spielstand der US-Demo scheint nicht mit der deutschen Vollversion kompatibel zu sein. Zumindest konnte der Spielstand nicht gefunden werden. Das ist sehr schade, zumal die langen Vorstellungen der einzelnen Figuren dann zweimal durchlaufen werden müssen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Danganronpa V3 - Killing Harmony ist ein solider Teil der Reihe. Die Minispiele nehmen zwar inzwischen ein wenig Überhand, aber eine logischere Story und neue Fähigkeiten sorgen dafür, dass man sich nicht langweilt. Das Pacing könnte im Mittelteil zwar besser sein, aber auf abgedrehte Visual Novels allgemein und die Danganronpa-Reihe im Speziellen steht, sollte einen Blick riskieren. Die anderen Teile zu kennen, ist zwar von Vorteil, aber nicht dringend erforderlich, da es sich um ein Soft Reboot handelt.

Danganronpa V3 - Killing Harmony - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots
















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.25 Grafik: 7.00
Sound: 7.50
Steuerung: 7.00
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.25
  • Neue Fähigkeiten
  • Logische Fälle
  • Abgedrehte Designs und Story
  • Monokuma
  • Grafisch keine Weiterentwicklung
  • Zu viele Minispiele
  • Pacing im Mittelteil

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Rezension vom: 29.09.2017
Kategorie: Adventure
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