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NBA Live 18

Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 59,00 €

Systeme: PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
NBA_Live_18_Logo

Nach einem Jahr Pause nimmt die NBA Live-Reihe einen neuen Anlauf, um den Klassenprimus aus dem Hause 2K endlich zu stürzen. Ob dies gelingt oder ob auch NBA Live 18 wieder die Playoffs verpasst, erfährst Du wie immer in diesem Test.

Meinung:

Jahrelang hat sich NBA Live daran versucht, den Genre-König NBA 2K von seinem Thron zu stoßen und obwohl man, ganz ehrlich gesagt, jedes Jahr grandios daran scheiterte, war doch gerade in den beiden Jahren vor der Pause durchaus ein positiver Trend zu bemerken. Nach ein paar schrecklichen Jahren schien man sich wieder berappelt und erkannt zu haben, woran es haperte. Auch in dem Jahr Pause hat EA diese Punkte glücklicherweise nicht aus dem Auge verloren und weiter hart am Spiel geschraubt. Ein gutes Beispiel dafür ist das Gameplay, das trotz Verbesserungen vor zwei Jahren doch noch eher Run-and-Gun anstatt eine echte Basketballsimulation war.

Unkomplizierter Basketballspaß
Dieses Jahr ist dies ein wenig anders. Zwar kommt man noch immer nicht an die Konkurrenz heran, dennoch ist wieder ein klarer Schritt nach vorne getätigt worden. NBA Live 18 erlaubt es einem nun tatsächlich, halbwegs taktisch vorzugehen, anstatt wie bisher stumpf von Coast to Coast zu rennen und einen Wurf nach dem anderen auszuführen. Obwohl so durchaus mehr Realismus auf den Court gebracht wurde, scheint EA im gleichen Atemzug aber auch erkannt zu haben, dass dies nicht ausreichen wird, um NBA 2K in Sachen Simulationsanspruch wirklich näher zu kommen. Deswegen hat man sich wohl dazu entschlossen, erst gar nicht tiefer in die Realismuskiste zu greifen und stattdessen ein zugängliches Basketballspiel zu erschaffen, das all diejenigen ansprechen soll, die nicht erst stundenlang eine ausgeklügelte Steuerung mit all ihren Möglichkeiten mühsam erlernen und stattdessen schnellen, unkomplizierten Basketballspaß genießen wollen. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man sich die Steuerung einmal ansieht. Die ist nämlich denkbar einfach gehalten worden und erlaubt es einem dank verschiedener Anzeigehilfen, schnell erste Erfolge zu feiern.

Die KI macht Probleme
In Anbetracht einer solchen Arcadelastigkeit erscheint es dann auch gar nicht mehr so schlimm, dass die KI nicht immer optimal agiert. Zwar ist es natürlich auch so ärgerlich, dass die KI-Kameraden gerade in der Offense manche Aussetzer haben und sich Bälle zu leicht abnehmen lassen oder Fastbreaks nicht mitlaufen, aber bei einer reinrassigen Simulation hätte mich das doch noch mehr gestört. Positiv zu vermerken ist natürlich, dass die KI in der Defense wesentlich klüger agiert und ihren Job hier ganz gut macht.

The One
Mehr als ganz gut ist die Auswahl an Modi. NBA Live 18 bietet hier so ziemlich alles, was man sich nur wünschen kann. Neues Herzstück dabei ist The One, also der Karrieremodus, in dem wir einen eigens erstellten und mit Frisur, Tattoos und lizenzierten Klamotten individualisierten Spieler durch seine Karriere begleiten. Diese fängt auch gleich undankbar an, denn wie wir in Realfilm-Zwischensequenzen erfahren, hat sich unser Spieler eine schwere Knieverletzung zugezogen, aufgrund derer er auch die Draft verpasst. Erst sieben Monate später ist das Knie endlich wieder verheilt und wir können einen erneuten Versuch wagen, in die NBA zu kommen und dort ein großer Star zu werden. Der Weg dorthin ist allerdings schwer und lässt uns nicht nur auf dem edlen Parkett der NBA-Teams antreten, sondern auch an legendären Freiplätzen, wie etwa dem Rucker Park, in dem schon Legenden wie Wilt Chamberlain, Kareem Abdul-Jabbar oder Julius Erving ihre Skills gezeigt haben. Durch die folgenden Spiele erhalten wir passenderweise Skillpunkte, die uns langsam aber sicher im Level aufsteigen und uns so nicht nur die eigenen Fähigkeiten verbessern lassen, sondern auch Zugriff auf Traits, also besondere Merkmale, gewähren. Mindestens genauso wichtig wie der Skill ist aber auch die Bekanntheit bzw. der Hype. Ganz der aktuellen Zeit entsprechend, erhalten wir diesen natürlich vor allem durch Twitter-Konversationen. All dies zusammengenommen ergibt eine durchaus launige Karriere, die einen stetig motiviert weiter zu machen. Wer möchte, kann zwischendurch auch mit dem eigenen Spieler gemeinsam mit einem Freund an speziellen Live Events teilnehmen oder sich in einem Online 5v5-Match probieren.

Deine Franchise
Ein weiteres Highlight neben The One ist für viele sicherlich auch der Franchise-Modus. Hier übernimmt man das große Ganze und hat nicht nur auf dem Court das Sagen, sondern auch daneben und kümmert sich etwa um die Draft oder um Trades, um das Team zu einem Championship-Contender zu machen.
Managementfähigkeiten sind natürlich auch im Ultimate Team-Modus gefragt, in dem man mit Hilfe verschiedener Karten ein Team aufbauen muss, mit dem man sich dann online gegen die Teams anderer Spieler misst.

Auch die Frauen sind dabei
Wem all dies zu langwierig ist und wer stattdessen nur das schnelle Vergnügen sucht, für den bietet NBA Live 18 selbstverständlich auch wieder das schnelle Spiel an. Hier findet man neben sämtlichen aktuellen NBA-Teams auch erstmals die 12 Teams der WNBA, also der Women's National Basketball Association. Das Schöne dabei ist, dass EA hier nicht nur mal eben die Skins geändert hat, sondern sich tatsächlich auch das Gameplay etwas anders anfühlt. Wenn man offline oder online mit den Frauen antritt, wirkt das Spiel etwas langsamer und spektakuläre Dunks, die bei den Herren zur Tagesordnung gehören, sind hier ganz seltene Highlights. So erhält man also quasi nochmal ein ganz anderes Spiel, was natürlich für viel Abwechslung sorgt.

Tolle Stimmung
Was Frauen und Männer gemeinsam haben, sind leider ihre etwas abgehakt wirkenden Bewegungen. Gerade im Vergleich zu 2Ks Basketballspiel, wirkt hier alles unrunder. Zudem wirken die Gesichter sehr maskenhaft, wenngleich man alle Spieler und Spielerinnen (sofern man sie denn kennt) auf Anhieb erkennt. Tadellos ist die Präsentation. Wenn der Ball einmal auf dem Parkett unterwegs ist, sieht es mit all den typischen Statistiken wie bei einer echten TV-Übertragung aus. Auch die Stimmung in den Hallen und die Kommentatoren unterstützen dieses Gefühl. Leider wiederholen sich die Sprüche der Kommentatoren aber recht häufig und interessante Fakten haben sie auch nur wenige zu bieten. Zudem stört es, dass sie im Franchise-Modus kaum Bezug auf vorhergegangene Ergebnisse oder Trades nehmen.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Nach einem Jahr Pause gibt NBA Live 18 ein grundsolides Comeback, das aufgrund der schwächelnden KI und des nur begrenzt realistischen Gameplays zwar wieder nicht an NBA 2K heranreicht, dafür aber für den kurzen Basketballgenuss zwischendurch bestens geeignet ist. Die Steuerung ist leicht zu erlernen und lässt einen so ohne langes Üben schnell erste Erfolge feiern, und wenn man nicht gerade ein Simulations-Fanatiker ist, macht das arcadige Gameplay auch Spaß. Zudem ist der Karrieremodus wirklich unterhaltsam und auch sonst bietet das Spiel genug Abwechslung, um einen gut zu unterhalten. Wer will, kann sogar mit den Teams der WNBA spielen.
Wem 2Ks Basketball-Simulation zu anstrengend ist und wer stattdessen lieber ein bisschen Bball für zwischendurch sucht, der sollte sich NBA Live 18 also auf jeden Fall einmal anschauen.

NBA Live 18 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.375 Grafik: 7.50
Sound: 7.50
Steuerung: 7.50
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.375
  • Alle aktuellen NBA- und WNBA-Teams
  • Motivierende Karriere
  • Viele Spielmodi
  • Tolle Atmosphäre
  • Leicht zu erlernen
  • Offense-KI mit Aussetzern
  • Geringer Simulationsanspruch
  • Teils hölzerne Animationen
  • Maskenhafte Gesichter
  • Kommentatoren wiederholen sich oft

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Rezension vom: 24.09.2017
Kategorie: Sport
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