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Shadow Tactics: Blades of the Shogun

Entwickler: Mimimi Productions
Publisher: Daedalic Entertainment

Genre: Strategie
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 38,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Shadow_Tactics_Logo

Ein gutes halbes Jahr nach dem PC-Release und einem zwischendurch gewonnenen deutschen Entwicklerpreis für das beste deutsche Spiel, brachte das Münchener Entwicklerstudio Mimimi Productions Shadow Tactics: Blades of the Shogun nun auch für Xbox One und PS4 heraus.

Meinung:

In Shadow Tactics: Blades of the Shogun verschlägt es uns ins Japan des Jahres 1615, in die Anfänge der Edo-Zeit (1603-1868), in der die Tokugawa Shogune herrschten. Der neu angesetzte Shogun steht dabei massiv unter Druck und versucht nun die Rebellion, die von Kage-sama angeführt wird und mittlerweile das ganze Land erfasst hat, mit Hilfe einer fünfköpfigen Expertentruppe zu bekämpfen.

Fünf Experten mit unterschiedlichen Stärken
Die Mitglieder dieser kleinen Gruppe, die wir nach und nach erhalten, sind dabei sehr unterschiedlich und verfügen alle über ganz eigene Fähigkeiten.
Den Anfang macht Hayato, ein Ninja, der seine Opfer mit Vorliebe aus der Dunkelheit mit Schwert und Wurfsternen ausschaltet. Das zweite Mitglied Mugen ist ein stark gerüsteter Samurai, der direkter vorgeht und es auch mal mit mehreren Gegnern gleichzeitig aufnimmt. Wieder ganz anders geht Kunoichi Akio vor. Die bezaubernde Geisha lenkt ihre Feinde ab oder tarnt sich geschickt. Straßenkind Yuki Fallen lockt die Gegner hingegen mit Vogelgeräuschen von ihren Posten weg. Vervollständigt wird das Quintett von Takumi. Der älteste der Gruppe setzt nicht allein auf sein Scharfschützengewehr, sondern auch auf seinen tierischen Begleiter, einen Tanuki der mit kleinen Tricks Feinde ablenkt.

Wie bei Commandos

Wie beim großen Vorbild, dem legendären Commandos, muss man mit diese illustre Truppe nun aus der Schräg-oben-Perspektive durch die feindlichen Linien dirigieren. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei anfänglich noch sehr überschaubar, was aber auch daran liegt, dass man dort zunächst mal alles erlernen muss. Ein klassisches Tutorial gibt es nämlich nicht. Also übt man hier erst mal in relativer Sicherheit, wie man den geeignetsten Weg erkennt, Büsche und Gestrüpp zum Verstecken vor den Sichtfeldern der Feinde und Dächer zum Abkürzen zu nutzen, sowie natürlich mit welchen Mitteln man die einzelnen Feinde am effektivsten ausschaltet. Von denen gibt es nämlich nicht nur einen, sondern drei verschiedene Arten. Die normalen Wachen stellen dabei die geringste Bedrohung dar. Der Offizier ist schon etwas kniffliger, da dieser sich kaum ablenken lässt und schnell nach Verstärkung ruft. Am schwersten sind allerdings die Samurai. Die sind gut gepanzert und können nur von Mugen ausgeschaltet werden, alle anderen haben gegen sie keine Chance.

Einfach durch rushen? Keine Chance!
Natürlich kommt man nun auf die Idee einfach mit Mugen durch zu rushen. Allerdings hat man dann seine Rechnung ohne die Entwickler gemacht. Um diese Taktik zu durchkreuzen, gibt einem das Spiel in jeder Mission die zur Verfügung stehenden Charaktere vor, bzw. setzt diese soweit auf der Karte auseinander, das eine solche Taktik unmöglich zu realisieren ist. Also heißt es, sich einen Überblick über das weitestgehend frei begehbare Areal zu verschaffen und eine andere Taktik zurechtzulegen. Zur Hilfe kommt einem dabei ein cooles Feature. Man kann nämlich nicht nur jederzeit mit einem einzigen Knopfdruck von Charakter zu Charakter springen, sondern ihnen im sogenannten Schattenmodus auch befehligen, was sie als Nächstes machen sollen. Dies ist auch unbedingt notwendig, da die Zeit auch dann in Echtzeit weiterläuft, wenn man den jeweiligen Charakter gerade nicht steuert. Damit dieser dann nicht Blindlinks in sein Verderben läuft, muss man genau Planen und ihm seinen nächsten Schritt vorgeben.

Frustfreies Trial & Error-System
Jedoch wird selbst die beste Planung nicht sofort zum gewünschten Erfolg führen. Sehr oft ist es einfach nur Trial & Error, bei dem man nach und nach aus seinen Fehlern lernt. Damit das nicht zu frustrierend wird, haben sich die Entwickler noch ein zweites sehr nützliches Feature ausgedacht – das Speichersystem. Mit einem einfachen Knopfdruck lässt sich der aktuelle Fortschritt sichern und beim nächsten Ableben an eben dieser Stelle wieder starten. Die Ladezeiten sind dabei wunderbar kurz, so das aus dem eigentlich sehr frustrierenden Gameplay ein sehr Motivierendes wird.
Man ist aber nicht nur motiviert immer weiter zu spielen, sondern die Missionen auch gleich mehrmals durchzuspielen. „Schuld“ daran sind die neun Badges, die es in jeder Mission zu gewinnen gibt und für die man verschiedene Herausforderungen meistern muss. Mal muss man die Mission in einer bestimmten Zeit absolvieren, mal geht es darum sie im höchsten der insgesamt drei Schwierigkeitsgrade durchzuspielen und mal darf man keinen Feind töten – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Gemeinsam haben sie, das sie einen allesamt motivieren so lang weiterzuspielen, bis man sie alle hat, auch wenn das mitunter eine Menge Geduld und Arbeit abverlangt.
Wem das alles doch bisschen zu viel wird, kann auch in den leichtesten Schwierigkeitsgrad wechseln. Hier gibt es zwar keine der eben genannten Badges zu gewinnen, dafür hat man hier aber mehr Lebensenergie und die Feinde rufen nicht sofort nach Hilfe.

Technisch gelungen

Egal für welchen Schwierigkeitsgrad man sich nun entscheidet oder an welchem Abzeichen man sich versucht, die Steuerung funktioniert dabei immer tadellos. Den Münchener Entwicklern ist es nämlich hervorragend gelungen, die Steuerung auf den Controller zu bringen. Anders als auf dem PC steuert man die Protagonisten dabei direkt, was für alle die Echtzeitstrategiespiele bisher nur auf dem PC gespielt haben, zunächst sicherlich ein wenig ungewohnt sein dürfte. Da es aber wunderbar funktioniert, gewöhnt man sich sehr schnell dran.

Während Shadow Tactics spielerisch und steuerungstechnisch also so gut wie über jeden Zweifel erhaben ist, sieht das bei der Grafik ein wenig anders aus. Der Comicstil ist nämlich Geschmackssache. Mit persönlich gefällt er allerdings sehr gut, weshalb ich hier auch nichts zu beanstanden habe. Dies gilt auch für den Abwechslungsreichtum, den die Level bieten. Die schicken uns nämlich mal in ein kleines nächtliches Fischerdorf, mal in ein hell beleuchtetes Bergdorf oder auch mal in die obligatorischen Reisfelder, in denen man vor Nebel kaum Hand vor den Augen sieht. Wie gesagt ist das alles sehr abwechslungsreich und stets schön gestaltet.
Soundtechnisch stellt sich das Spiel ebenfalls immer stimmig an. Es gibt zwar lediglich deutsche Untertitel, Menüs und Missionsbeschreibungen, doch das genügt in Angesicht der tollen englischen Synchro allemal. Zumal man, wenn man denn eine noch dichtere Atmosphäre als ohnehin schon genießen möchte, auch die japanische Sprachausgabe einstellen kann. Die Soundeffekte hören sich in jeder Sprache gleich gut an.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Konsoleros die auf Echtzeitstrategie stehen, kommen an Shadow Tactics: Blades of the Shogun nicht vorbei. Spielerisch macht der vom Münchener Entwickler Mimimi Productions nahezu alles perfekt. Das beinhaltet auch das Trial & Error-System, das für viele Genre-Neulinge sicherlich etwas abschreckend wirkt, aber zu einem Spiel dieser Art einfach dazugehört. Schließlich möchte man eine echte Herausforderung haben und nicht alles beim ersten Mal schaffen.
Doch nicht nur spielerisch weiß Shadow Tactics zu überzeugen. Auch technisch gibt es nichts zu beanstanden. Egal ob Grafik oder Steuerung – beides ist (meiner Meinung nach) hervorragend gelungen. Das Einzige was man kritisieren könnte, ist die lahme Story. Da diese aber ohnehin nur als Beiwerk anzusehen ist, hat dies keine Auswirkungen auf die Endbewertung oder gar auf die klare Kaufempfehlung meinerseits. 




Shadow Tactics: Blades of the Shogun - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.75 Grafik: 8.50
Sound: 8.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 8.75
  • 13 abwechslungsreich gestaltete Level
  • Keine festen Lösungswege vorgegeben
  • Viel Taktik gefragt
  • Drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade
  • Sehr motivierendes Gameplay
  • Keine deutsche Sprachausgabe
  • Story zu vernachlässigen

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Rezension vom: 16.08.2017
Kategorie: Strategie
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