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Tour de France 2017

Entwickler: Cyanide Studio
Publisher: Focus Home Interactive

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 19,99 €

Systeme: PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
TDF2017_logo

Da sag noch einer, in Deutschland herrsche keine Radsportbegeisterung. Hunderttausende Zuschauer säumten die Straßen Düsseldorfs und Umgebung, um den Start der diesjährigen Tour de France begeistert zu feiern.
Manche von ihnen nutzen dabei vielleicht sogar die Gelegenheit, sich das offizielle Spiel zur Tour zu kaufen. Falls nicht, ist das kein Problem. Denn wir haben das Spiel für euch getestet und können euch sagen, ob die Begeisterung auch im Spiel überschwappt.

Meinung:


Die Atmosphäre kann auf jeden Fall schon mal gut transportiert werden. Dies liegt zu einem an der recht ordentlichen Soundkulisse (wenn man mal von der generischen Musikuntermalung absieht) und zum anderen natürlich auch an der offiziellen Lizenz, der man wieder die originalen Teamnamen samt dazugehörigen Trikots verdankt. Allerdings wird der Spaß auch getrübt. Nach wie vor ist es leider so, das bei einigen Mannschaften sämtliche oder teilweise Fahrernamen verfälscht wurden. Betroffen sind davon BMC, bei dem Beispiel Porti statt Porte, Direct Energie, Quick Step und Team Sky. Bei Dimension Data ist es zum Beispiel hingegen lediglich Mark Cavendish, dessen Namen in Covendish abgewandelt wurde. Das Team Bankea Breizh Life ist zudem ein ganz spezieller Fall. Das Team gibt es nämlich eigentlich gar nicht mehr und startet in der Tour unter dem Namen Fortuneo – Vital Concept. Wen diese Verfälschungen oder der veraltete Team Namen stört, kann dies alles natürlich problemlos im Editor korrigieren. Und wenn man das gemacht hat, kann man auch gleich noch die Aufstellungen der Teams ändern und so das originale Fahrerfeld in der virtuellen Tour starten lassen.

Nicht mehr ganz neu
Etwas, was man auch gerne einfach im Editor bearbeiten würde, ist die Grafik. Leider ist dies aber nicht möglich, weshalb man auch dieses Jahr wieder mit der seit dem Vorjahr (bzw. Vor-Vorjahr) unveränderten und schon damals nicht gerade lobenswerten Grafik Vorlieb nehmen muss. Zumindest sehen aber die Landschaften und vor allem die detailliert nachgebildeten original Trikots noch immer ganz respektabel aus, so dass man, wenn man den Fahrern nicht gerade in ihre geisterhaften Gesichter blickt, damit gerade noch so leben kann.

Strecken-Charakteristika erkennbar
Apropos Landschaften, die sind den echten natürlich nur nachempfunden. Selbes gilt auch für die Streckenführung der Etappen, die ebenfalls nicht 1:1 nachgebauten, sondern in verkürzter Form den echten nachempfunden wurden. Wie in den Vorjahren ist den Entwicklern dies aber sehr gut gelungen, so dass die Charakteristika einer Etappe sehr gut herübergebracht werden. Wenn es in Wirklichkeit durch Flache Felder geht, ist dies auch in der virtuellen Etappe so. Und wenn es über kahle Berge mit Serpentinen geht, ist dies auch im Spiel so. Das gilt nicht nur für die 21 Etappen der Tour de France, sondern auch für die des Criterium du Dauphine und Triptyque Tour, die ebenfalls im Spiel enthalten und natürlich gefahren werden können.

Ganze Tour oder nur Abfahrten?
Neben der Möglichkeit, die drei Touren zu fahren, gibt es noch weitere Spielmodi. Im My Tour-Modus kann man sich seine eigene Tour aus seinen Lieblingsetappen zusammensetzen. Im Pro Team-Modus geht es hingegen darum, Vorgaben der Sponsoren zu erfüllen, denn nur so kann man sein Team langsam aber stetig verbessern.
Wem all dies zu langwierig ist, für den ist vielleicht der Herausforderungsmodus genau das Richtige. Hier geht es nämlich nicht darum, ganze Etappen zu fahren, sondern nur waghalsige Abfahrten zu meistern. Um ein wenig Konkurrenzdenken hineinzubringen, fährt man aber nicht nur irgendwie die Berge hinunter, sondern gegen die Zeiten seiner Freunde. Das macht wirklich Spaß und ist ein sehr netter Zeitvertreib.

Erst das Tutorial
Bevor man all dies angeht, sollte man aber, zumindest wenn man bisher noch kein Tour de France-Spiel auf der Konsole gespielt hat, unbedingt ins Training reinschauen. Denn auch wenn es zunächst nicht den Anschein macht, ist es gar nicht so einfach, bei der Tour erfolgreich zu sein. Hier ist nämlich tatsächlich Taktik gefragt. Wer von Anfang an einfach angreift und immer im Wind steht, wird weder auf einer Etappe noch im Gesamtklassement erfolgreich sein. Das Geheimnis des Erfolgs liegt hier vielmehr auf den richtigen Umgang mit den Kräften. Bei der richtigen Tour sieht man den späteren Sieger schließlich auch nicht in jeder Etappe ganz vorn. Genauso verhält es sich auch hier. Da man jeden Fahrer seines Teams befehligen kann, sollte man sich bereits am Anfang der Tour überlegen, wer welche Rolle spielen soll und diese dann bestmöglich umsetzen. Wenn man vorhat mit einem Fahrer die Tour zu gewinnen, sollte man also darauf achten, dass dieser die meiste Zeit über gut geschützt ist und nur am Ende schwerer Etappen angreift, um sich den benötigten Vorsprung herauszuholen. Genau so verhält es sich natürlich auch bei allen anderen Fahrern, die man für andere Wertungen im Auge hat.
Als ob das noch nicht kompliziert genug wäre, macht es einem die KI dieses Jahr sogar noch mal ein wenig schwerer, erfolgreich zu sein. Die KI schafft es nun nämlich noch besser die Situationen einzuschätzen und dementsprechend zu agieren. Mal greift ein Mitfavorit an, mal kontert sie einen Angriff. All das macht es noch unberechenbarer und für den Spieler noch schwerer erfolgreich zu sein.

Kaum Neuerungen
Wo wir schon bei Neuerungen sind, wollen wir auch direkt die restlichen ansprechen, die das Spiel dieses Jahr zu bieten hat. All zu viele sind dies allerdings nicht. Neben der KI sind es noch genau sieben Neuerungen, wobei eine davon die bereits angesprochene Möglichkeit ist, im Editor die Mannschaftsaufstellungen zu verändern. Ansonsten gibt es noch einen Schnellvorlauf, der es einem erlaubt, anstatt der ganzen Etappe nur strategisch wichtige Punkte live mit zu verfolgen und die Möglichkeit, Rennen komplett simulieren zu lassen. Zudem wurde das Tempo an Anstiegen gedrosselt, schmale Straßen und Gebiete ohne Windschatten eingebunden, sowie Zeitlimits integriert, deren Überschreitung zur sofortigen Disqualifikation der jeweiligen Fahrer führen. Wirklich weltbewegend scheint davon nichts zu sein, Kenner werden aber feststellen, dass gerade die zuletzt genannten Punkte doch für ein noch etwas authentischeres Spielgeschehen sorgen.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Auch wenn es spielerisch und technisch kaum Neuerungen gibt, sollte auch das diesjährige offizielle Spiel zur Tour de France für jeden Radsportfan ein absoluter Pflichtkauf sein. Natürlich liegt das zum einem an der fehlenden Konkurrenz, doch auch wie das Spiel es wieder schafft, die Faszination und vor allem die taktischen Finessen dieses Sports rüberzubringen, dürfte jeden Fan begeistern. Wer die Tour ohne die Anstrengung tausender Fahrkilometer erleben möchte, für den ist Tour de France 2017 also genau das Richtige.

Tour de France 2017 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.0625 Grafik: 6.75
Sound: 7.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.0625
  • Aktualisierte Teams und Fahrerkader
  • Aktuelle Tour de France
  • Taktik gefragt
  • Taktik gefragt
  • Vorspulfunktion
  • Kaum Neuerungen
  • Technisch nicht mehr Up-to-Date
  • Fahrergesichter sehen zum erschrecken aus
  • Nicht alle Fahrer original lizenziert

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Rezension vom: 09.07.2017
Kategorie: Sport
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