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LEGO City Undercover

Entwickler: Traveller's Tales
Publisher: Warner Bros. Interactive

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 29,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
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Vier Jahre lang war LEGO City Undercover Wii U-exklusiv (und hat seinerzeit wohl auch einige dazu bewegt, sich die Konsole zu kaufen). Doch jetzt, wo mit der Switch Nintendos neue Konsole erschienen ist, wurde diese Exklusivität aufgehoben, womit nun endlich alle in den Genuss von LEGOs Open Word-Titel kommen können. Auch ich habe diese Gelegenheit genutzt und das Spiel endlich einmal selber gespielt. Natürlich habe ich meine Erfahrungen aufgeschrieben und im folgenden Test zusammengetragen.

Meinung:


Als LEGO City Undercover 2014 erschien, war es etwas Besonderes. Nicht nur weil es eines der wenigen Wii U-exklusiven Third Party-Spiele war, sondern auch weil es das erste LEGO-Spiel von Traveller's Tales war, das nicht auf einer berühmten Lizenz aufbaute. Anstatt Batman, Harry Potter oder Luke Skywalker spielte man den von den Entwicklern erfundenen Chase McCain, einen Polizisten, der in LEGO City der Bevölkerung dient und das eigentlich auch ganz gut. Er schnappte sogar den lang gesuchten Rex Fury, der die Stadt mit seinen Verbrechen terrorisierte. Allerdings erntete nicht Chase den Ruhm dafür, sondern sein Vorgesetzter. Doch das war leider nicht das einzige Pech, das ihm dieser Fall einbrachte. Kurz nach Rex' Verhaftung rutschte ihm raus, dass Natalia, in die er seit jeher verliebt ist, als Kronzeugin mit verantwortlich war, dass Rex überhaupt ins Gefängnis gekommen ist, woraufhin diese ins Zeugenschutzprogramm musste. Vor lauter Scham suchte Chase danach das Weite und verließ LEGO City. Nun ist er auf Wunsch der Bürgermeisterin aber wieder zurück, denn Rex ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und will sich an Natalia und der ganzen Stadt rächen.

Humor für Groß und Klein
Die Story wurde 1:1 von der damaligen Wii U-Version auf die nun erhältlichen PS4-, Xbox One- und Switch-Versionen übertragen. Das ist aber bei Weitem nicht das Einzige, was übernommen wurde. Im Grunde handelt es sich bei den "neuen" Versionen lediglich um technisch angepasste Portierungen. Wirklich neu ist eigentlich nur der Koop-Modus, der es nun möglich macht auch zu zweit an einer Konsole durch LEGO City zu laufen.
Dass es somit (fast) nichts Neues gibt, ist aber nicht schlimm. Schließlich gilt das Spiel nicht umsonst als eines der besten Wii U-Spiele überhaupt. Ein Grund dafür war der Humor, der natürlich auch jetzt auf PS4, Xbox One, Switch und PC genauso gut funktioniert. Im Prinzip passieren immer irgendwelche lustigen Dinge. Manchmal sind die nicht einmal gewollt, sondern resultieren einfach daraus, dass die KI-Passanten mal wieder einen Unfall verursacht haben oder wie wild durch die Gegend springen. Es gibt aber auch genügend gewollte Witze, wobei man bei manchen aber ein gewisses Alter erreicht haben muss. Ansonsten versteht man die zahlreichen Anspielungen auf Filme und Serien wie Columbo, Starsky & Hutch, Mission: Impossible, Matrix oder Jurassic Park - um nur ein paar Beispiele zu nennen - wohl kaum. Aber auch die Jüngeren kommen auf ihre Kosten, denn immerhin gibt es ja noch Honey, den nicht ganz so hellen, gerade frisch von der Akademie kommenden Kollegen, der nicht nur "Compuper-Experte" ist, sondern auch sonst für reichlich Lacher sorgt.
Ein absolutes Highlight ist zudem der Baustellen-Vorarbeiter, der ganz offensichtlich Arnold Schwarzenegger nachempfunden wurde. Wenn man die englische Synchro ausgewählt hat, bekommt man passend dazu auch einen Sprecher zu hören, der Arnie fast originalgetreu nachmacht. Doch nicht nur deswegen ist die englische Synchro hier die bessere Wahl. Obendrein kommen hier die zahlreichen Sprüche und Anspielungen aus und auf die berühmten Arnie-Filme, hier viel besser rüber. Im Deutschen bekommt man hingegen einen an eine Parodie erinnernden pseudo-österreichischen Dialekt zu hören, bei dem die so herrlichen Arnie-Phrasen und Filmanspielungen kaum zum Tragen kommen.

Detailversessen

Warum gerade hier die deutsche Synchro dermaßen versagt, ist mir allerdings schleierhaft, denn wie das gesamte restliche Spiel beweist, ist die deutsche Synchronisation ansonsten hervorragend. Hier merkt man wirklich (eben bis auf die eine Ausnahme), wie viel Mühe sich gegeben wurde. Das gilt aber nicht nur für die Synchro, sondern insbesondere auch für die Optik. LEGO City ist nämlich mit so vielen großen und kleinen Details versehen, dass man viele davon selbst dann nicht entdeckt, wenn man Dutzende Stunden im Spiel verbringt.
Mit wie viel Detailversessenheit hier gewerkelt wurde, kann man wohl am besten an zwei Beispielen klar machen. Das erste Beispiel betrifft dabei die Passanten. Wenn man genau drauf achtet, sieht man nämlich, dass viele davon vollkommen unterschiedlich über die Straße laufen. Manche rennen regelrecht, andere schlendern gemütlich, andere wirken sehr hochnäsig und wieder andere schlurfen hingegen über die Straße.
Das zweite Beispiel betrifft Chase, für den man in der ganzen Stadt unzählige Kostüme einsammeln kann. Allein deren Anzahl ist eigentlich schon bemerkenswert, doch noch bemerkenswerter ist, dass jedes einzelne davon über ihre eigene Idle-Animation verfügt. Ein absoluter Wahnsinn, den wohl nur die allerwenigsten überhaupt bemerken oder gar in voller Gänze erleben werden.

Wer soll das alles erledigen?
Aber auch beim Gameplay hat sich Traveller's Tales nicht lumpen lassen, denn auch hier gilt: nur die allerwenigsten werden wohl jemals alles erledigen, was es zu erledigen gibt. Neben der Hauptmission warten nämlich noch unzählige Nebenaufgaben, wie etwa das Erbauen von 60 Superbauten, das Zerstören mehrerer Rex Fury-Statuen oder das Dingfest machen von Aliens auf einen. Das Besondere an ihnen ist, dass sie teilweise erst in Angriff genommen werden können, wenn man einen bestimmten Fortschritt in der Hauptmission erreicht hat, denn in der erhält Chase unterschiedliche Verkleidungen, die es ihm ermöglichen bestimmte Dinge zu tun. In seiner normalen Polizei-Uniform kann er zum Beispiel einen Greifhaken benutzen und sich so an vorgegebenen Stellen nach oben ziehen. Was in dieser Montur nicht möglich ist, ist irgendwo einzubrechen - dafür muss man erst das Einbrecher-Kostüm freischalten. So geht es immer weiter, bis man dann irgendwann doch einmal alle Kostüme hat und so nicht nur die Hauptmissionen vollständig clearen kann (denn natürlich warten auch dort Dinge, die man erst später, sprich im einem zweiten Durchlauf, erledigen kann), sondern eben auch sämtliche Nebenmissionen - vorausgesetzt man findet sie alle. Genau das ist aber gar nicht so einfach, denn nicht überall wird einem anhand eines Symbols gezeigt, dass dort etwas zu erledigen ist. Manchmal ist es einfach nur Glück, wenn man zum Beispiel ein Objekt findet, das man für eine Nebenmission zerstören muss. Es lohnt sich also auch mal randalierend durch die Stadt zu laufen - vielleicht findet man ja mit ein wenig Glück eine Nebenaufgabe.

Grafisch aufgehübscht
Wie schon erwähnt, halten sich die Neuerungen gegenüber der Wii U-Version sehr stark in Grenzen. Eine Sache gibt es neben dem Koop-Modus dann aber doch noch, die neu ist oder zumindest überarbeitet wurde. Die Rede ist von der Grafik. Im Vergleich zur Wii U-Version ist die von uns getestete Xbox One-Version nicht nur schärfer, sondern hat auch wesentlich hübschere Lichteffekte zu bieten. Was nicht verbessert wurde, sind hingegen die Ladezeiten. Die waren schon auf der Wii U ein großer Kritikpunkt und sind es auch diesmal. Zwar geht es doch ein wenig schneller als vor vier Jahren, optimal sind sie aber noch immer nicht. Als kleine Entschädigung wurden dafür aber jegliche Ruckler ausgemerzt.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Ich kann gut verstehen, warum sich damals einige nur wegen LEGO City Undercover eine Wii U zugelegt haben. Das Spiel ist wirklich der Wahnsinn - und zwar in allen Bereichen. Angefangen vom Humor, der Jung und Alt gleichermaßen zum Lachen bringt, bis hin zur gut geschriebenen Story, passt hier wirklich alles. Den Vogel abgeschossen hat Traveller's Tales aber mit dem Umfang und der unglaublichen Detailverliebtheit. Es ist beinahe unmöglich alle Nebenmissionen und alle Details, die im Spiel stecken, zu finden. Schon allein die Tatsache, dass jedes Kostüm, das man Chase anziehen kann, über eine eigene Idle-Animation verfügt ist unglaublich - da kann man nachvollziehen, dass die Macher in die PS4-, Xbox One-, Switch- und PC-Version abgesehen vom Koop-Modus nicht noch weitere Neuerungen integriert haben. Schade ist nur, dass die Ladezeiten auch diesmal wieder langer ausfallen. Doch bei einem so vollgepackten und lustigen Spiel wie es LEGO City Undercover ist, drückt man da gerne mal ein Auge zu. Vom Kauf sollte es auf jeden Fall niemanden abhalten!



LEGO City Undercover - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots










Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 8.00
Sound: 8.50
Steuerung: 8.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 8.5
  • Unglaubliche Detailverliebtheit
  • Tolle, homogene Stadt
  • Unzählige Nebenaufgaben
  • Tolle Synchronisation
  • Koop-Modus
  • Lange Ladezeiten
  • Sehr leicht
  • Die Arnie-Sprüche kommen im Deutschen kaum rüber

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Rezension vom: 12.04.2017
Kategorie: Adventure
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