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Snake Pass

Entwickler: Sumo Digital
Publisher: Sumo Digital

Genre: Action
USK Freigabe: Downloadspiel ohne USK-Prüfung
ca. Preis: 20 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
logo

Der Ausdruck "Physik-basiertes Gameplay" löst bei manchem Gamer ein Schaudern aus, wird er doch oftmals verwendet, um zu rechtfertigen, dass die Entwickler sich nicht genug Mühe für eine vernünftige Steuerung oder ähnliches gegeben haben. Auch Snake Pass wirbt mit diesem Feature, denn wir spielen eine Schlange, die sich realistisch durch ihre Welt bewegen soll.

Meinung:


In der Welt von Haven Tor lebt die Schlange Noodle mit ihrem kleinen Kolibri-Kumpel Doodle. Eines Tages bebt die Erde und die Schlüsselsteine, mit denen die Portale zwischen den einzelnen Bereichen von Haven Tor kontrolliert werden, werden gestohlen. Es liegt also an Noodle und Doodle sie wiederzubeschaffen und herauszufinden, wer hinter dieser Attacke steckt.

Einfach ist nicht immer einfach
Das große Feature von Snake Pass ist die Steuerung von Noodle. Im normalen Layout steuert man mit dem Analogstick die Richtung, in die der Kopf blickt. Mit dem rechten Trigger bewegt sich Noodle nach vorne und Knopfdruck hebt sie den Kopf. Auf ebenem Untergrund ist das alles noch kein Problem. Leicht schlängelt man sich durch das Gras, erklimmt Treppenstufen und umwickelt Bambusgestelle, um höher zu kommen. Kompliziert wird es, wenn man versuchen muss, sich um ein horizontales Rohr zu schlängeln, vor allem wenn dieses Rohr über einem Abgrund oder tödlichen Dornen hängt. Mit dem linken Trigger kann Noodle sich zusammenziehen, um etwas mehr Grip zu bekommen und es dieses Zusammenspiel aller Aktionen, das nötig ist um voranzukommen.

Dass diese Steuerung in der Tat ein wenig komplex ist, sehen auch die Entwickler ein, weswegen es eine "einfache Steuerungsoption" gibt. Mit dieser bewegt der Analogstick nicht nur den Kopf sondern direkt die Bewegung der Schlange. Das ist auf ebenem Untergrund - wieder einmal - alles kein Problem, aber sobald man an die komplexeren Hindernisse kommt, zeigt die einfache Steuerung ihre Schwächen, da die nötige Kontrolle fehlt. Sich um eine horizontale Stange zu schlängeln, wird so ein Ding der Unmöglichkeit.

Physikalische Stärke
Die Physikengine ist allerdings in der Tat sehr gut gelungen. Wenn man sich in einem vernünftigen Tempo fortbewegen möchte, muss man sich mit Noodle in Schlangenlinien bewegen, Hebel legt man um, indem man sich um sie wickelt und unter Wasser fühlt man sich richtig frei. Dazu kommen aber auch unnötig hakelige Momente, in denen man Steinkugeln rollen muss oder in denen es Dornen gibt. Die sind das unnötigste Hindernis in diesem Spiel. Ein Berührung lässt Noodle sofort sterben und am letzten Speicherpunkt wiedererscheinen. Es reicht sogar, dass nur der Schwanz von einer Stange herunterhängt und die Dornen leicht streift, um zu sterben. In die Tiefe zu stürzen ist in der Regel schon frustrierend genug, aber wenn man eine Schlucht endlich überquert hat, nur um auf der anderen Seite noch über ein Feld von Dornen kommen zu müssen, ist einfach nur nervig und unnötig.

Doodles Geschichten
Die recht dünne Story wird hauptsächlich von Kolibri Doodle erzählt. Doodle ist aber auch nützlich, denn er kann Noodle am Schwanz packen und ein wenig Auftrieb geben. Er ist allerdings nicht stark genug, um Noodle vor einem Abgrund zu bewahren, kann jedoch helfen ein paar der sammelbaren Gegenstände, die in jedem Level verteilt sind, zu finden.

Die recht großen Level sind angefüllt mit Münzen und Kugeln, die oftmals an sehr schwierig zu erreichenden Orten zu finden sind. Wer jeden Level zu 100% abschließen möchte, muss ein wahrer Meister der Steuerung werden und eine hohe Frusttoleranz mitbringen. Diese Gegenstände sind aber rein optional und der direkte Weg zum Levelende ist in der Regel mit ein wenig Übung gut zu erreichen.

Technik
Grafisch kann Snake Pass überzeugen. Noodle und Doodle selbst sind niedlich designt und es gibt keine Clippingfehler. Die Umgebung ist farbenfroh und die Gärten mit ihren bewachsenen Gebilden passen zur insgesamt sehr friedlichen Atmosphäre des Spiels. Einziger Gegner ist die Schwerkraft (und natürlich die fürchterlichen Dornen). Noodle selbst kann nicht sprechen und gibt nur kurze Laute von sich, aber die Hintergrundmusik ist sehr stimmungsvoll und, was bei Puzzlespielen wichtig ist, nicht nervig.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Wer sich von "Physik-basiertem Gameplay" nicht abschrecken lässt und mit komplexen Steuerungslayouts vertraut ist, kann an Snake Pass gut seine Freude haben. Die Level sind groß und voll mit sammelbaren Gegenständen, während alles schick aussieht und klingt. Es kann aber auch recht schnell frustrierend werden, wenn man eine gefühlte Ewigkeit gebraucht hat, um endlich über einen Abgrund zu kommen, nur um am anderen Ende auf die tödlichen Dornen zu treffen. Dafür könnten die Rücksetzpunkte hin und wieder ein wenig freizügiger gestreut sein.

Snake Pass - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.375 Grafik: 8.00
Sound: 7.00
Steuerung: 7.50
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.375
  • Schicke Grafik
  • Große Level
  • Viel zum Sammeln
  • "Einfache" Steuerung später unmöglich
  • Unnötige One-Hit-Kills

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Rezension vom: 08.04.2017
Kategorie: Action
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