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Styx - Shards of Darkness

Entwickler: Focus Home Interactive
Publisher: Focus Home Interactive

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 39,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Testsystem: Intel® Core™ i7-4700MQ Prozessor; Windows 8.1; NVIDIA® GeForce® GTX 780M DirectX® 11 Grafik, 16 GB Arbeitsspeicher

Anforderungen: Windows 7/8/10 (64-bit) // AMD FX-6300 (3,5GHz) / Intel i5-2500 (3,3GHz) // Arbeitsspeicher: 8 GB RAM // Grafik: 1 GB, AMD Radeon R7 260X / NVIDIA GeForce GTX 560 // DirectX: Version 11 // Speicherplatz: 11 GB

Inhalt:

Styx_Shards_of_Darkness

Den epischen Helden mit römischen Gesichtszügen im Gewand eines Assassinen konnten Spieler schon so manches Mal in einem Stealth-Actionspiel verkörpern. Der Protagonist der Styx-Spiele ist da schon deutlich ungewöhnlicher. Der namensgebende Goblin ist alles andere als hübsch und überzeugt auch sonst nicht auf den ersten Blick körperliche Vorzüge eines typischen Vorzeigekämpfers. Was der grünhäutige Antiheld 2,5 Jahre nach seinem ersten Auftritt zu bieten hat, durfte ich mir für Splashgames anschauen.

Die Goblins haben es nicht leicht, denn neuerdings werden sie von Menschen verfolgt und das sogar in organisierter Form: Die "Schlächter" treten allerdings schon zu Beginn der Geschichte auch als Auftraggeber für Styx auf, der auf Grund seiner Fähigkeiten über einen gewissen Ruf verfügt und geben ihm die Aufgabe, ein Szepter zu beschaffen. Alles beginnt also damit, dass Styx sich auf das Luftschiff eines reichen Gesandten einschleicht und versucht dessen bestgehütetes Geheimnis in seinen Besitz zu bringen.

Bereits das Intro zeigt Styx von seiner finsteren zynischen Seite und ist dabei nichts für all zu zart besaitete. Auch mit dem Spieler geht der Protagonist nicht gerade zimperlich um. Wer häufig stirbt, darf sich im folgenden Bildschirm noch vorm nächsten Versuch anhören, wie Styx über das erneute Versagen denkt - mitunter sehr lustig.


Meinung:

 

 

Markant vertont
Der grünhäutige Einzelgänger ist hervorragend vertont, so dass die markigen Sprüche ihre gewünschte Wirkung nur selten verfehlen: "Wie wäre es, wenn ich raus komme, den Controller nehme und du hier drin stirbst?" oder "Ich klettere vielleicht an Häuserwänden herum und verstecke mich in den Schatten, aber du wirst mich nie in so einem lächerlichen Cape mit Kapuze sehen." Leider gibt es keine optionale deutsche Sprachausgabe und die, zumindest für mich, mitunter nötigen Untertitel verderben die schönsten Screenshots. Wenn wir schon über die Geräuschkulisse sprechen: Die Musik wirkt sehr stimmungsvoll und trägt kurz vor oder während einer Entdeckung ihr Übriges dazu bei, dass sich der Herzschlag beschleunigt. Das Styx in seinem jeweiligen Versteck bei drohender Entdeckung anfängt hörbar zu atmen, ist ein Detail, dass für die Detailliebe der Entwickler spricht.

Sicher durch die Schatten
Bei Stealth-Games ist die Steuerung enorm wichtig. Denn auch mit einer präzisen Steuerung gibt es bei entsprechendem Schwierigkeitsgrad genug frustrierende Momente. Da dürfen nicht noch Macken bei der Umsetzung der gewünschten Bewegungen dazu kommen.

Der meuchelnde Goblin lässt sich nach kurzer Eingewöhnungszeit flüssig steuern. Dazu trägt auch ein kurzes Tutorial als Einführung in das täglich Brot eines Meuchlers bei. Im Rahmen eines ersten kleinen Auftrags lernt man zu Klettern, Springen, an Seilen zu schwingen, Tränke auf zu sammeln, in Fässer und Truhen zu schlüpfen, Schleichen, lautlos und "normal laut" zu Meucheln und vieles mehr. Zur Verfügung stehende Bewegungen werden dabei jederzeit unaufdringlich eingeblendet, so dass man nicht abstürzt, weil man nicht wusste mit welcher Taste man sich am gerade so erwischten Vorsprung nach oben ziehen könnte. Später wäre diese Option bei selten genutzten Funktionen durchaus wünschenswert.

Die flüssig animierten Bewegungsabläufe, erinnern durch die überlangen Arme etwas an einen kletternden Orang-Utan, was sehr gelungen aussieht.  Der Xbox-Controller wird sofort ohne Beanstandung erkannt und deckt alle wichtigen Funktionen ab. Die Goldharz-Features (siehe unten) lassen sich mit einem einblendbaren Kreuz zum Auswählen aktivieren und Items der Ausrüstung werden mit einem bei Bedarf angezeigtem Overlay benutzt. Alles nicht neu, aber solide umgesetzt.

Eines der wenigen bisher entdeckten Mankos der Steuerung ist für mich der unpräzise Abwurf von Leichen. Teilweise muss ich so nahe an den Rand eines Abgrundes heran, damit Styx den Körper auch wirklich runter fallen lässt, so dass ich so manches Mal neu laden musste, weil ich gleich mit runter gestürzt bin. Allzu oft hängen die Körper (Ragdoll sei Dank) noch verkrümmt am Rand des Abgrunds. Der zweite Punkt, der für Frustration sorgte ist das nach unten fallen lassen, um beispielsweise aus einem Fenster heraus nach unten zu klettern, um anschließend seitwärts die Wand hoch zu klettern. Hierfür ist keine Taste vorgesehen (korrigiert mich, wenn ich mich täusche) und so stürzte mein Antiheld wieder und wieder in den Abgrund, bis ich mir schließlich einen anderen Weg gesucht habe, obwohl direkt neben dem Fenster Klettergriffe vorhanden waren. Nur gab es keine entsprechende Bewegung um sie zu erreichen.

Des Meuchlers Werkzeugkasten
Nicht erst seit James Bond üben die Gadgets der in den Schatten agierenden Berufsgruppen eine unheimliche Faszination auf Zuschauer respektive Spieler aus. Bei Tomb Raider möchte man den Bogen verbessern, bei Corvo möchte man die Maske pimpen, bei Assasins Creed kleine Rauchbomben werfen und so weiter… Was verbirgt unser Goblin also in seinem Arsenal?

Klare Sicht dank Goldharz: Mittels per Knopfdruck aktivierbarer "Goldharzsicht" lassen sich jederzeit für einige Momente interaktive Gegenstände hervorheben (Seile, Griffe, Lärm verursachende Gegenstände usw.).

Fackeln kann Styx natürlich auf dem herkömmlichen Weg wie jeder Taschendieb löschen. Aber viel cooler ist der mitgeführte "Taschensand", um Fackeln aus der Entfernung zu löschen (sollte der jeweilige Wächter überleben zündet er sie bald darauf wieder mit Feuersteinen an).

Manchmal ist kein Schrank oder ein Abgrund zur Hand, um Wachen zu verstecken oder die schwer gerüsteten Gegner sind schlichtweg zu stark für den zart gebauten Styx. Dann gibt es Säure um Leichen zu zersetzen.

Und so geht es munter weiter: Essen kann man vergiften, um Gegner auszuschalten und zwar durch Reinspucken und Truhen kann man benutzen, um sich selbst oder Leichen darin zu verstecken.

Mit Hilfe der mächtigen (daher nicht ständig verfügbaren) Goldharztränke kann der kleine Goblin noch beeindruckendere Dinge vollbringen. Zum Beispiel einen temporären steuerbaren Klon von sich selbst erzeugen, der bei Bedarf wieder aufgelöst werden kann und in einer Rauchwolke vergeht (super für Ablenkungsmanöver) oder kurzzeitig vollständig unsichtbar werden.

Natürlich darf auch ein wenig Crafting in einem modernden Stealth-Game nicht fehlen. Und so sammelt man neben Lebens- und Goldharztränken auch fleißig Erz, Insekteneier, Sporen und ähnliches um daraus fiese kleine Spielereien an dafür vorgesehenen Werkbänken zu bauen - leider darf man nur 3 Tränke und 3 Pfeile mitnehmen.

Zeugniskonferenz
Nach jeder Mission bekommt man ein Feedback darüber, wie geschickt man sich für einen Meuchelmörder/Dieb angestellt hat (alle Artefakte und andere optionale Ziele gefunden? Viele unnötige Opfer? Zusatzaufgaben bewältigt?...) das wirkt sich dann in der Anzahl der erlangten FP (Fertigungspunkte) aus. Und wofür braucht man die?  Genau für seine Fertigkeiten! Besonders geschickt vorzugehen, ist also nicht nur für den persönlichen Ehrgeiz wichtig.

Im seiner "Styxcave" kann der Protagonist seine Wunden pflegen, sich selbst bewundern und seine Fertigkeiten entwickeln: Wahlweise investiert man seine Punkte in den Kategorien Heimlichkeit, Töten, Alchemie, Klonen oder Wahrnehmung. Darüber lässt sich dann zum Beispiel der Klon oder die Tarnung oder das Meucheln verbessern. Ganz zum eigenen Spielstil passend.

Stabil zum Start
Obwohl es sich hier nicht um einen "Triple A-Titel" handelt wurde das Spiel offensichtlich veröffentlicht als es fertig war. Bei mir sind keinerlei Probleme oder Bugs aufgetreten und selbst mit höchst möglichen Einstellungen lief der Titel absolut flüssig auf meinem Notebook (siehe Testsystem). Der Charakter selbst und die großen offenen Level lassen dabei keine Wünsche offen. Die Umgebung ist detailreich, wenn auch ein wenig repetitiv gestaltet (alle Türen sehen mehr oder minder gleich aus). Die Entwickler bei Cyanide Studios haben versucht eine eigene Welt zu erschaffen und haben etwas ganz eigenes ohne Herr der Ringe Anleihen oder ein Thief in Goblin-Gestalt daraus werden lassen. Insbesondere die Luftschiffe finde ich sehr ansprechend gestaltet. In puncto Bugfreiheit und Performance dürfen sich auch große Publisher und Entwickler hier inspirieren lassen.

Erwähnenswert, wenn auch nicht von mir getestet, finde ich die Idee des Online-Koop-Modus: Dabei wird die Lebensenergie geteilt und zwei Spieler spielen jeweils einen Klon von Styx. Klingt witzig und erhöht unter Umständen den Wiederspielwert.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters David Weigel Für 39,99 € bekommt man von dem kleinen grünen Antihelden viel Geboten. Und insbesondere wer mit dem etwas zotigen Humor etwas anfangen kann, wird seine Freude an dem Protagonisten haben. Wer auf Schleichspiele steht, die sich nicht durch stumpfes Abschlachten aller Wachen gewinnen lassen und auf die deutsche Sprachausgabe verzichten kann, sollte hier zugreifen.

Styx - Shards of Darkness - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
David Weigel

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8 Grafik: 8.00
Sound: 8.00
Steuerung: 7.50
Gameplay: 8.50
Wertung: 8
  • Charismatischer Protagonist abseits des Mainstreams
  • Überzeugendes Gameplay mit coolen Gadgets
  • Schicke, eigenständige Artworks bei Charakteren und Leveldesign
  • Wenig technische Schnitzer bei insgesamt guter Performance
  • Spannender Schwierigkeitsgrad
  • Steuerung teilweise etwas frustran (siehe Text)
  • Keine deutsche Synchronisation

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Rezension vom: 06.04.2017
Kategorie: Action
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