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Kona

Entwickler: Parabole
Publisher: Ravenscourt

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 19,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
kona_logo

Nach einer ausführlichen Early Access-Phase hat das kanadische Entwicklerstudio Parabole in Zusammenarbeit mit Ravenscourt nun die Vollversion ihres Survival-Horror-Adventures Kona für PC, PS4 und Xbox One herausgebracht. Auch wir haben uns in die fertigen kanadischen Wälder gewagt und getestet, ob das Spiel uns wirklich um unser Leben kämpfen lässt.

Meinung:


Wir befinden und in der kanadischen Provinz Quebec im Jahr 1970. Wir heißen Carl Fauberg, ein Koreaveteran, der sich nun als Privatdetektiv verdient. Unser neuester Auftrag hat uns in diese verlassene Gegend von Kanada gebracht. Denn hier wohnt in dem kleinen Ort Mastasan William Hamilton. Ein reicher Industrieller, der uns beauftragt hat, eine Reihe von Fällen von Vandalismus aufzuklären, was nicht schwer erscheint. Denn der hiesige Eingeborenenstamm, hat etwas gegen Hamilton und würde wohl alles dafür tun, um ihn aufzuhalten. Doch schon bald merken wir das der Auftrag doch nicht so leicht wird wie wir uns das vorgestellt haben. Erst recht, als wir durch ein entgegenkommendes Auto einen Unfall bauen und nach stundenlanger Bewusstlosigkeit die gesamte Gegend tief eingeschneit ist. Um nicht zu erfrieren, müssen wir schnellstens eine Feuerstelle finden und unsere Wunden müssen ebenfalls versorgen.

Die Story treibt eine voran
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht über die Story verraten. Denn anders als in vielen anderen Survival-Horror-Spielen lebt Kona in erster Linie von seiner Story. Sie ist es, die einen das gesamte Spiel überträgt.
Ohnehin muss man den Entwicklern ein Kompliment für die tolle Atmosphäre machen. Denn obwohl es - ohne zu viel Spoilern zu wollen - selten wirklich actionreich zu geht, schafft es das Spiel auf eine beeindruckende Art einem immer das Gefühl zu geben tatsächlich in Gefahr zu sein.
Einen großen Anteil daran hat natürlich auch die ruhige Musikuntermalung der kanadischen Band Curelabel, sowie vor allem auch das Setting. Die kanadische Wildnis bzw. das abgeschiedene Dorf, in dem dank des Schneesturms kein Strom und Telefon funktioniert und dessen Bewohner offensichtlich alle weg sind (oder steckt auch da mehr dahinter? Ich werde es an dieser Stelle natürlich nicht verraten), verströmen alleine schon so eine Atmosphäre, die selbst ohne geheimnisvollen Auftrag sehr bedrückend wirkt.

Survival in Light
Unterstrichen wird das Gefühl der Gefahr natürlich auch durch das Survival-Element. Wenn man sich zu lange draußen aufhält, wird einem kalt und man muss schnell einen Unterschlupf oder eine Feuerstelle finden, um nicht zu erfrieren. Übertrieben wird damit aber nicht. In der Regel ist immer eine Feuerstelle in der Nähe, so dass man keine Angst haben muss zu erfrieren.

Die Stimme aus dem Off
Ansonsten ist das Gameplay Genre-typisch. Man fährt mit seinem Auto durch über die verschneite Straße, kommt an einem interessanten Ort eurer Wahl - meist einem Haus - an und fängt an dieses nach Hinweisen und nützlichen Dingen zu durchsuchen und eventuell sogar Beweisfotos zu schießen. Dabei kann man natürlich nicht nur die offen liegenden Gegenstände einsammeln, sondern auch Schubladen oder Schränke öffnen.
Ich rate jedem sich bei dem Durchsuchen Zeit zu lassen. Zum einem erfährt man so durch gefundene Briefe (die in Deutsch vorhanden sind) eine Menge über die Bewohner, zum anderen sind manche Dinge aber auch relativ gut versteckt. Und da es, bis auf eine kleine Anzeige, die aber auch erst dann erscheint, wenn man kurz vor dem Objekt steht, keinerlei optische Hilfen gibt, kann man leicht mal etwas übersehen. Das kann vor allem dann ärgerlich werden, wenn man ein Objekt das man für ein kommendes Rätsel benötigt, übersehen hat und deswegen nicht weiterkommt.
Eine kleine Hilfe gibt es aber doch. Während des gesamten Spiels gibt es nämlich, wie etwa bei Stanley Parable, einen englisch sprechenden Sprecher aus dem Off, der manche Dinge, die Carl macht, kommentiert. Genau dies tut er auch, wenn man etwas Wichtiges an einem Ort vergessen hat. Man sollte also immer auf die, ebenfalls sehr atmosphärische, Stimme aus dem Hintergrund hören.
Wenn man alles genau durchschaut, dauert das Durchspielen von Kona übrigens knapp fünf Stunden. Wer weniger über die Menschen im Ort wissen und nur drauf bedacht ist, dass letztendliche Rätsel zu lösen, kann es aber auch in zwei bis drei Stunden schaffen.

Technische Schwächen

Spielerisch und vor allem atmosphärisch merkt man Kona zu keiner Zeit an, das es sich um das erste Spiel überhaupt des kleinen Entwicklerstudios Parabole handelt. Bei der Grafik und technischen Umsetzung wird dies allerdings schon etwas klarer. Denn auch wenn der gewählte Grafikstil hübsch anzusehen ist, holt er bei Weitem nicht alles aus den Konsolen heraus. Es gibt vor allem eine Menge leerer Flächen, die sicherlich noch mit ein paar netten Details hätten gefüllt werden können. Zudem wirken die Texteinblendungen, die man manchmal zu sehen bekommt, wenn man auf einen Gegenstand klickt, völlig fehl am Platz. Anstatt Carls Gedanken auf diese Weise zu zeigen, hätte man sie doch auch vom Sprecher sprechen lassen können. Wesentlich ärgerlicher ist es allerdings, dass es jedes Mal, wenn man an einen neuen Ort fährt, zu einem Einfrieren des Bildes kommt und das Spiel erst einmal nachladen muss. Das stört den Spielverlauf doch auf Dauer immens. Das Gleiche gilt für die Kollisionsabfrage, die ein wenig widerspenstig wirkt. Es passiert nämlich leider relativ häufig das man an irgendetwas hängen bleibt, ohne zu wissen, was es ist.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Was die Atmosphäre angeht, ist Parabole mit ihrem Erstlinkswerk Kona ein echter Hit gelungen. Obwohl nur wenig auf dem Bildschirm passiert, hat man immer das Gefühl bedroht zu sein. Ebenfalls sehr gut gelungen ist der Mix aus Mystery- und Survival-Gameplay, wobei der Survival-Aspekt ruhig noch ein wenig ausgeprägter hätte sein können.
So gut die Atmosphäre und das Gameplay auch sind, bei der Technik muss man leider Abstriche hinnehmen. Nicht nur das die Welt zwar sehr gut, aber doch etwas detailarm ausschaut, auch das vor neuen Orten jedes Mal das Bild einfriert und nachgeladen wird, stört den Spielverlauf auf Dauer doch extrem. Dennoch ist Kona insgesamt ein sehr gelungenes Mystery-Survival-Spiel, das Spielern die vor allem eine spannende Story erleben wollen, ganz sicher sehr viel Spaß bereiten wird.

Kona - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.5 Grafik: 7.00
Sound: 8.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 8.00
Wertung: 7.5
  • Packende Atmosphäre
  • Spannende Story
  • Guter Mix aus Mystery und Survival
  • Passender Soundtrack
  • Texte und Untertitel in deutsch
  • Nur wenige Details
  • Texteinblendungen wirken unnatürlich
  • Bild friert beim nachladen ein
  • Widerspenstige Kollisionsabfrage
  • Der Survival-Aspekt ist sehr gering

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Rezension vom: 27.03.2017
Kategorie: Adventure
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