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LEGO Worlds

Entwickler: TT Games
Publisher: Warner Bros. Interactive

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 27,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
LEGO_Worlds_Logo

Seitdem Minecraft erschienen ist, versuchten sich schon zahlreiche Spiele daran, an dessen Erfolg heranzureichen. Meist blieb es aber eben nur bei dem Versuch und die Spiele verschwanden schnell wieder in der Versenkung. Mit LEGO Worlds von TT Games steht nun aber seit ein paar Tagen ein Spiel im Handel und den bekannten Download-Plattformen zum Kauf bereit, dem viele zutrauen tatsächlich ein ernstzunehmender Konkurrent zu werden. Ob dies wirklich der Fall ist? Wir haben es für euch getestet!

Meinung:


Wer aktuelle LEGO-Bausets kauft, kennt das: Durch immer mehr speziellere Steine ist die Kreativität auf der Strecke geblieben und man kann eigentlich nur noch das bauen, was sich LEGO ausgedacht hat. In LEGO Worlds soll dies anders sein. Hier sollen der Kreativität und Fantasie Tür und Tor offen stehen und man soll alles erschaffen können, was man möchte.

Ein kleines Problem
Tatsächlich ist dies auch der Fall. Allerdings gibt es zuvor ein klitzekleines Problem. Denn bevor man ein riesiges Schloss, den Berliner-Flughafen oder was auch immer einen in den Kopf kommt, erbauen kann, muss man den Sandboxmodus, in dem dies machbar ist, zunächst einmal freischalten. Dies geschieht aber nur wenn man im Storymodus 100 goldene Steine zusammenträgt. Also heißt es vor der kreativen Schaffensphase erst einmal plumpe Quests zu erfüllen. Diese finden wir auf den prozedural generierten Welten, die wir mit unserem Astronaut anfliegen (womit auch schon die gesamte Story erzählt ist).

Den Umgang mit den Werkzeugen lernen
Für manche mag dies eher eine Fleißaufgabe sein. Doch es geht hier eigentlich weniger um die Quests selber, die in der Regel sehr leicht ausgefallen sind und uns nie mehr abverlangen, als das Verteidigen vor Gegnern, das Auffinden von Bau-Sets und das Fotografieren bestimmter Figuren. Vielmehr soll man sich während der Suche nach den goldenen Steinen an die Steuerung und vor allem an die Werkzeuge, die das Spiel einem für den Bau zur Verfügung stellt, gewöhnen.
Das ist auch gut so, denn gerade die Werkzeuge würden einen sonst schier überfordern. Nicht nur das es für jede erdenkliche Aktion quasi ein eigenes Werkzeug gibt, so wie etwa die Farbpistole zum Anmalen der Welt bzw. Steine, eines um die Bodenbeschaffenheit der Welt zu begradigen, abzusenken oder anzuheben und eines um bereits erschaffene Gebäude zu kopieren, um nur mal drei zu nennen, sondern auch deren Bedienung macht es einem mitunter nicht ganz einfach. Die Buttonbelegung jeder Werkzeug-Aktion wird einem zwar jederzeit angezeigt, doch mitunter ist es doch etwas frickelig, ganz besonders wenn es darum geht, einzelne Steine genau dahin zu platzieren, wo man sie tatsächlich haben möchte. Doch dafür ist ja eben dieser Story-Modus angedacht. Und ganz nebenbei schaltet man auch noch die unzähligen verschiedenen Steine zum Bauen frei. Zu Anfang hat man nämlich nur eine Handvoll Standardsteine zur Verfügung. Erst wenn man neu gefundene Steine mit dem Entdeckerwerkzeug einsaugt, kann man sie anschließend auch zum Bauen verwenden. Dies gilt aber nicht nur für Steine, sondern auch für sämtliche Fahrzeuge, Tiere, Pflanzen, Bäume und Dekomaterialien, die natürlich allesamt aus verschiedensten real existierenden LEGO-Welten stammen. Lediglich Teile aus LEGO Technik wird man vergebens suchen, die sind nämlich nicht enthalten.

Etwas zu lang
Obwohl es also wirklich viel zu entdecken und zu erlernen gibt, ist der Storymodus für meinen Geschmack aber dennoch etwas zu lang ausgefallen. Man hat zwar versucht alles so charmant wie nur möglich zu gestalten (ein gutes Beispiel dafür sind etwa die anderen Figuren, die auf einen reagieren), doch dadurch das eben keine Geschichte erzählt wird, bekommt man nach einer gewissen Zeit doch eher den Eindruck, dass die Entwickler hier einfach nur Spielzeit raus schinden wollten. Bis man die 100 goldenen Steine zusammen hat, dauert es nämlich mehrere Stunden. Manchmal wird einem das Auffinden sogar noch unnötig erschwert, nämlich dann, wenn die zufällig generierte Welt den Zugriff auf einen Stein durch irgendetwas blockiert.

Endlich selber bauen
Irgendwann hat man aber alle Goldenen und zur Verarbeitung angedachten Steine zusammen und man kann endlich mit dem eigentlichen Spiel anfangen - dem Sandboxmodus. Hier hat man dann, wie schon erwähnt, tatsächlich endlich alle Freiheiten, die einem das Spiel eigentlich schon von Anfang an verspricht. Hier muss man sich nicht mehr um irgendwelche Aufgaben kümmern, sondern kann das Erschaffen was man will und das nicht nur alleine. Wer möchte, kann sich nämlich ganz einfach mitschaffende Freunde einladen. Das ist zwar auch schon im Storymodus möglich, doch so richtig Spaß macht es dann eben doch erst im Sandboxmodus, wenn man gemeinsam kreativ sein kann.

Minecraft hat mehr zu bieten
Was ich sehr beeindruckend finde, ist der hohe Grad an Authentizität, auf den die Entwickler geachtet haben. Wenn man etwas erschafft, sieht das wirklich so aus, als ob man es mit echten LEGO-Steinen erbaut hätte! Dass es dabei ab und zu mal ruckelt oder Pop-ups zu beobachten sind, kann man dabei verschmerzen, denn mehr als bauen macht man ja eh nicht. Genau das ist aber auch das Problem von LEGO Worlds. Denn so schön es ist eigene LEGO Welten zu erschaffen, mangelt es doch an Abwechslung. Minecraft, wenn man es im Vergleich dazu zieht, hat hingegen ein Craftingsystem und einen Kampfmodus, der selbst auf den Konsolen, für Abwechslung sorgt und es erst zu dem Erfolg gebracht hat, dass es nun schon seit Jahren genießt. So etwas geht LEGO Worlds hingegen völlig ab.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Für hartgesottene LEGO-Fans ist LEGO Worlds sicherlich die Erfüllung ihrer virtuellen Träume. Schließlich kann man hier endlich ganze LEGO-Welten nach seinen eigenen Wünschen gestalten - zumindest wenn man sich durch den langatmigen Storymodus gekämpft hat und dort alle 100 goldenen und zur Verarbeitung gedachten Steine gefunden hat.
Um ein echter Minecraft-Konkurrent zu werden, hat es allerdings nicht gereicht. Dazu fehlt es LEGO Worlds schlicht und ergreifend an Abwechslung - nur Bauen reicht bei der Vielzahl an Möglichkeiten, die einem Minecraft bietet, eben nicht aus. Falls TT Games aber gedenkt, in Zukunft doch noch ein Craftingsystem oder einen Kampfmodus, samt dazu passenden Multiplayermodi zu integrieren, könnte ich mir vorstellen, dass einige Minecraft-Spieler sicherlich wechseln würden. Schließlich ist es doch noch mal etwas anderes in einer LEGO-Welt gegeneinander anzutreten als in einer nichtssagenden Würfelwelt.
Aktuell ist LEGO Worlds aber eben doch eher nur etwas für echte LEGO-Fans oder Eltern, die es satt haben, andauernd auf die Steine ihrer lieben kleinen zu treten.

LEGO Worlds - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.125 Grafik: 7.50
Sound: 7.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.125
  • Bauliche Freiheiten...
  • Tolle LEGO-Optik
  • Viele original Steine enthalten
  • Schöne Animationen
  • Unterhaltsamer Multiplayermodus
  • … allerdings erst nach dem Storymodus
  • Storymodus zu langwierig
  • Frickeliges Steine setzen
  • Ruckler, Pop-Ups
  • Kaum Abwechslung

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Rezension vom: 21.03.2017
Kategorie: Adventure
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