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Diluvion

Entwickler: Gambitious Digital Entertainment
Publisher: Gambitious Digital Entertainment

Genre: Action
USK Freigabe: Downloadspiel ohne USK-Prüfung
ca. Preis: 19,99 €

Systeme: Mac, PC

Testsystem: Intel® Core™ i7-4700MQ Prozessor; Windows 8.1; NVIDIA® GeForce® GTX 780M DirectX® 11 Grafik, 16 GB Arbeitsspeicher

Anforderungen: Windows 7, 10 // Intel i5 (or equivalent) // 4 GB RAM // GeForce GT 300 series (or equivalent) // DirectX: Version 10 // 5 GB verfügbarer Speicherplatz

Inhalt:

Diluvion_Logo

Wer kann sich noch an Aquanox oder noch besser, allerdings auch älter, an dessen Vorgänger Schleichfahrt erinnern? Bei all den Titeln, die ich in den letzten 20 Jahren schon gespielt habe, schaffen es nicht so überragend viele dauerhaft in Erinnerung zu bleiben.



Meinung:

Jules Vernes lässt grüßen
Die Echtzeit U-Boot Simulation zählt definitiv dazu, da stimmte alles von der Technik über das ungewöhnliche Unterwassersetting und eine spannende Geschichte bis hin zum Gameplay. Während man auf einschlägigen Internetseiten und bei Steam die Entwicklung vom neuesten Aquanox-Ableger mitverfolgen kann, schlagen die Entwickler von Arachnid Games in eine ganz ähnliche Kerbe und veröffentlichen mit Diluvion ebenfalls eine U-Boot-Simulation für Mac OS und Windows, bei der man sein eigenes Schiff verbessern, Abenteuer bestehen und sogar eine Crew managen muss. Das Ganze ist dabei an Jules Vernes Beschreibungen eines Lebens unter Wasser angelehnt.

Technisch setzt das Team auf die Unity Engine, die über weite Strecken insbesondere für einen Titel dieses Kalibers wirklich hübsch aussieht. Die Unterwasser-Spielumgebung stellt Spieleentwickler dabei vermutlich vor einige Herausforderungen, wie eine realistische Sichtweitenregelung. Diesbezüglich fällt aber nichts negativ auf. Abseits der dreidimensionalen Außenansicht des Schiffs, in der man durch unendlich scheinende blaue Weiten navigiert, kommen immer wieder 2D-Grafiken zum Einsatz, in denen man entweder sein Schiff oder aber die Stationen, Leuchttürme, Rettungskapseln und so weiter im Querschnitt sieht, an denen man angedockt hat.

Wo ist der Steampunk?
Ich persönlich empfinde die Idee, zwischen 2D- und 3D-Darstellung zu wechseln, charmant, allerdings erscheint mir der Bruch im Grafikdesign so unangenehm, dass ich nach den ersten Innenansichten ehrlich gesagt gerne aufgehört hätte zu spielen. Das liegt nicht daran, dass man nicht durch die anklickbaren Elemente der Innenräume navigieren kann oder die Funktionen nicht verständlich wären, sondern schlichtweg am Stil. Natürlich scheiden sich hier vermutlich die Geister. Im Trailer und den vorher verfügbaren Artworks hat mir alles Gefallen, was meinem Dafürhalten nach in Richtung Steampunk ging. Davon habe ich im Spiel bisher leider nicht so viel wiedergefunden, wie erhofft. Die Entwickler… Die unwichtigen NPCs in Kneipen sehen gleich aus und führen sich immer wiederholende Sprites aus, die wie der quasselnde Händler Stan bei Monkey Island aussehen (aber der war witzig!). Fluchtartig möchte ich diese fürs Spiel doch so wichtigen Szenen wieder verlassen und mein Schiff am besten fortan nur von außen sehen.

Die Illumination der Außenwelt und auch die Artworks der besonderen Charaktere in der Crew sind so ungewöhnlich, dass genau dieser etwas andere Stil ein Kaufargument sein könnte, wenn es gefällt. Noch einmal: Die Funktionalität der 2D-Darstellung ist gegeben. Man kann seine nach und nach ergatterten Crew-Mitglieder im Schiff dort einsetzen, wo es am meisten Sinn macht, seine Leute bei der Arbeit beobachten und sich mit den Crew-Mitgliedern unterhalten.

Informationen gesucht
Am Anfang des Spiels bekommt man zum Setting nur rudimentäre Informationen. Aber auch im Verlauf des Abenteuers werden nicht nennenswert viele Fragezeichen verschwinden, so viel sei verraten. Das könnte einerseits reizvoll sein, oder eine Schwäche im Gameplay aufzeigen. Wer sich lieber seine eigenen Gedanken zur Spielwelt machen möchte, der bekommt hier Freiraum zum Phantasieren. Warum gibt es ganze Städte in riesigen Unterwasserspinnen und wo sind die anderen Exemplare dieser Spezies? Warum sind die Ozeane zugefroren? Wieso hat jede kleine Rettungskapsel, an der ich immer wieder andocken kann, einen unendlichen Vorrat an Sauerstoff, aber in meinem Schiff läuft am Anfang bereits nach 5 Minuten die gesamte Mannschaft blau an, wenn ich nicht ganz schnell wieder zu eben jener Rettungskapsel fahre?
Wahlweise kann ich mich zu Beginn für einen der drei Schifftypen entscheiden. Klassisch entspricht eines einem schwimmenden Panzer, eines einem Unterwasserspeedboat und das dritte einem Allrounder. Im Verlauf des Spiels kommen noch 6 weitere spielbare Boote dazu.

Musik in meinen Ohren
So wie der Grafikstil der Unterwasserwelt zu überzeugen weiß, so trifft das auch auf die musikalische Begleitung zu. Von orchestraler Begleitung in spannenden Momenten bis hin zu harmonisch dahinplätschernder (Super Wortspiel, oder? Plätschern?) ruhiger Musik ist alles dabei.

Die Steuerung ist, wenn man den diversen Spielern bei Steam Glauben schenken darf, sehr gewöhnungsbedürftig. Ich selbst hatte wenig Probleme damit, nach dem ich mich einmal in die Logik von Schub und Gegenschub sowie Auftrieb und… was ist das Gegenteil von Auftrieb? - eingearbeitet hatte, funktionierte es ganz leidlich.

Ich forsche, also bin ich
Die spannend gestaltete Spielwelt wird leider viel zu wenig ausgereizt. Und so ist auch der Bereich Forschung, in dem man sein Boot stetig verbessern kann, eher kein spieltreibendes Element, sondern eine Notwendigkeit. Man muss die Sauerstofftanks vergrößern, wenn man länger tauchen möchte, man muss die Geschütze verstärken, wenn man länger überleben möchte, man muss sein Boot verstärken, wenn man tiefer tauchen möchte. Warum sollte man das aber überhaupt? Nur aus Neugierde, ist die Antwort. Die Mannschaft muss teuer akquiriert und anschließend an den Stationen eingesetzt und mit Nahrung versorgt werden. Die Missionen sind also zum Selbstzweck wichtig. Alles was nach verlassenem Gebäude aussieht, sollte gründlich durchsucht und nach Herzenslust geplündert werden. Die Frage nach dem Warum bleibt ungestellt und ungeklärt.

Immer wieder kommen Kämpfe auf den Spieler zu, die sich nicht umgehen lassen. Doch wenn man nicht aufpasst, verballert man alle seine Ressourcen um einen popeligen Piraten abzuwehren, der gar nichts Wertvolles zu bieten hat, oder dessen Schiff man versehentlich so zerlegt, dass nichts mehr zu holen ist. Geschossen wird nämlich wahlweise mit hin und wieder auffindbarem Altmetall oder aber mit den noch deutlich teureren Torpedos (auch hier eine wehmütige Erinnerung an Schleichfahrt bei dem es verschiedenste Torpedosorten gab, die es sich lohnte kennen zulernen, um immer die passenden für die jeweils anstehenden Gegnersorten zur Hand zu haben...).



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters David Weigel

Das Spielprinzip funktioniert, aber der Knaller ist und bleibt die farbig und ungewöhnlich gestaltete Außenwelt. Die 2D-Grafiken im schräg vereinfachten Comicstil finde ich gewöhnungsbedürftig und auch in der hübschen Außenwelt frage ich mich mitunter: "Wofür das Ganze?". Vielleicht fehlt eine übergeordnete, packende Story, die alles zusammenhält.




Diluvion - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
David Weigel

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.875 Grafik: 7.00
Sound: 7.50
Steuerung: 7.00
Gameplay: 6.00
Wertung: 6.875
  • Unterwasser-Setting
  • Ungewöhnliche Artworks und Illumination
  • Cooler Soundtrack
  • Große Spielwelt mit vielen Geheimnisen
  • "Ungewöhnliche Artworks" (2D)
  • Geheimnise bleiben geheim (Wie kam es zu allem?)
  • Belanglose Geschichte - Spielen zum Selbstzweck?

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Rezension vom: 13.03.2017
Kategorie: Action
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