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DiRT Rally (VR)

Entwickler: Codemasters
Publisher: Codemasters

Genre: Virtual Reality
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 35,49 €

Systeme: PlayStation 4

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:

dirt_rally

DiRT Rally wurde mit einer Maxime entwickelt: Realismus. Das hier ist kein typischer DiRT-Titel, der auf Präsentation, Action und arcadigen Fahrspaß für die Massen setzt. Auf dem PC schon seit 2015, auf den Konsolen seit April 2016 auf dem Markt, schiebt Codemaster nun einen VR Modus hinterher. Wie passt VR und ein auf Realismus setzendes Fahrgefühl inklusive der kurvenreichen, mit Bodenwellen durchzogenen Strecken zusammen? Brecheimer-Alarm? Absolute Überforderung? Die Überraschung: keins vom Beiden.



Meinung:

Bevor wir in den VR-Modus einsteigen ein kleiner Rückblick auf das, was uns Codemasters mit DiRT Rally beschert hat. Das Spiel ist schlank, ja fast spartanisch. Es gibt drei verschiedene Rennmodi, die aus dem klassischen Rally, dem modernen Rally Cross und Hillclimp bestehen. Am Ende geht es in allen Modi gegen die Uhr (außer bei Rally Cross) und das eigene Unvermögen. Selbst mit allen zugeschalteten Fahrhilfen ist DiRT Rally, zumindest für den normalen Konsolero, erstmal eine Herausforderung. Die kurvenreichen Strecken, die auf allen erdenklichen Untergründen stattfinden, erlauben keine Fehler! Wer von der Strecke katapultiert wird, sich beim Bremsen verschätzt und die Lastenverteilung dafür sorgt das der Wagen mal wieder so ausbricht, das man nicht gut um die Kurve kommt, der kann die Zeit wie bei der Konkurrenz nicht zurückspulen. Im Gegenteil, bei einem kompletten Abflug und automatischen zurücksetzen auf die Piste verliert man als Strafe 12 Sekunden. Das ist für den der vorne mitfahren will eine Ewigkeit!

Wer dann stück für stück Fahrhilfen ausschaltet, sich in dem großen Fuhrpark aus den gut zu handelnden 60iger Jahre Classic-Cars zu den modernen PS-Monster hocharbeitet, erlebt dann noch mehr Anspruch! Wer hier in die Top 5 fahren will, vom direkten Platz an der Sonne rede ich erst gar nicht, der muss sein Auto und die Strecke blind beherrschen und höchst konzentriert fahren. Das jedes Auto sich im Fahrgefühl unterscheidet und für Rally-Profis viele Einstellungen am Wagen möglich sind, zeigt nur wie sehr Codemasters der Realismus bei DiRT Rally wichtig war.

Ich beiße ins Pad
Autorennspiele kann ich ganz gut - dachte ich. Früher heizte ich mit V-Rally oder noch lieber Colin McRae Rally über die Piste. Die reinen Arcade Ableger wie Sega Rally blende ich mal aus. Also wollte ich meinem Sohnemann mal zeigen, was der Papa kann. Fahrerassistenzen abgeschaltet und go! Die Quintessenz, mein Sohn kann nun ein paar neue Flüche. Wäre ich zwanzig Jahre jünger, ich hätte mein Pad durchs Zimmer geworfen. Mein Wagen untersteuerte ständig, ich überschlug mich mehrfach, ich rammte Steine und meine Radaufhängung zerbrach. Ich flog so oft irgendwelche Abhänge hinunter, das meine Strafzeiten meinen letzten Platz sicherten. Aber ich biss mich rein! Mein Ehrgeiz war gepackt und wie ein verrückter beackere ich die staubigen Pisten, mal in der Außen-, mal im Cockpitperspektive. Wohlgemerkt erstmal ohne VR. Kleinere Erfolge stellten sich ein, aber DiRT Rally bleibt ein anspruchsvolles Biest. Dementsprechend skeptisch wechselte ich in den VR-Modus...

Kompletter Umfang
Die erste positive Sache, DiRT Rally VR bedeutet nicht irgendwelche abgespeckten Rennen oder einen schlecht angegliederter Extra-Modus. DiRT VR bedeutet, kompletter Umfang des Originals. Dazugekommen ist noch ein Beifahrermodus, bei dem ein weitere Spieler per Reaktionstests mit dem Controller dem VR-Spieler die Streckeninfos überträgt. Witzige Dreingabe, die am Ende aber eher Gimmick ist. Was ebenfalls klar ist, dass man Abstriche bezüglich der Grafik machen muss! Aber in DiRT Rally VR hält sich dies im Gegensatz zu DriveClub VR in Grenzen. Ja, die Auflösung ist niedriger und es gibt sichtbare Treppeneffekte an den Kanten, aber im Rausch auf der Piste vergisst man dieses Downgrades. Man kann absolut damit Leben, nein man muss! Denn das, was der VR Modus für diese technischen Abstriche an Gewinn einbringt, ist ungleich größer!

Immer am Limit
Ich rase nun wie ein junger Gott! Zwar ist der erste Platz noch oft in weiter Ferne, aber die fiesen Inhaltsstoffe aus Abflügen mit Zeitstrafen oder das Gefühl ins Pad beißen zu müssen, werden durch den VR-Katalytsator gefiltert. Das mag verwundern, denn für mich war eine Cockpit-Ansicht bisher in Autorennspielen oft schwerer zu händeln, nur ist eben eine VR-Cockpitperspektive eine andere Sache!

Urplötzlich habe ich ein Gefühl für die Geschwindigkeit und erwische den richtigen Bremspunkt. In engen Kurven blicke ich aus dem Fenster um eine bessere Übersicht zu haben. Ich setzte mich aufrechter hin, um bei Steigungen einen besseren Blick auf die Strecke zu haben und so vorausschauender fahren zu können. Ich war selbst überrascht wie viel die sehr gute Immersion zu einem besseren Fahrerlebnis verhilft. Verschwende keine weitere Sekunde im normalen Modus, denn das erhabene Gefühl in VR über die anspruchsvollen Strecken zu fetzen, mit Schweiß auf der Stirn, und klebrigen Händen am Pad, ist atemberaubend. Und wer Angst vor Motion-Sickness hat, dem sei gesagt, trotz Überschlägen, Unfällen und Sprüngen, mir wurde nicht ein einziges mal schlecht. Ich weiß nicht, warum, aber es ist kein Vergleich zu Drive Club VR bei dem viele nur mit Kotzeimer spielen können.


Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Christian Jacob DiRT Rally ist auch ohne VR schon ein wirklich excellentes Spiel für Rennspielfans mit Hang zur Simulation. Aber wer die VR-Brille aufsetzt, der erlebt eine andere Welt. DiRT Rally VR ist der Modus wie man dieses Spiel konsumieren sollte! Bis auf den technischen Downgrade erhält man das identische Spielerlebnis. Nur erlebt man den Rally Zirkus auf der Piste ungemein intensiver. Das Gefühl für die Geschwindigkeit und das aktive Umsehen, sei es in Kurven oder Steigungen sorgen nicht nur für eine grandiose Immersion, sondern auch für ein intensiveres und besseres Fahrerlebnis – ganz ohne Motionsickness. Trotzdem auch hier die Warnung, DiRT Rally VR ist nicht einfach und eines der wohl realistischsten Rennspiele, zumindest für die Konsole! Wer sich dieser Herausforderung stellt und seinen Ehrgeiz bei der Haarnadelkurve packt, erlebt mit DiRT Rally VR eines der besten VR Erlebnisse dieser Tage.

DiRT Rally (VR) - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Christian Jacob

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.625 Grafik: 8.00
Sound: 8.00
Steuerung: 9.50
Gameplay: 9.00
Wertung: 8.625
  • Anspruchsvolle Rally Simulation
  • VR-Modus absolute Bereicherung
  • Kaum Gefahr der Motion-Sickness
  • Für den reinen Gelegenheitsfahrer frustrierend
  • Richtiger Koop-Modus mit VR-Beifahrer wäre cool gewesen

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Rezension vom: 12.03.2017
Kategorie: Virtual Reality
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