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Moto Racer 4

Entwickler: Microids
Publisher: Astragon

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 29,34 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
Moto_Racer_4_Logo

Mit Moto Racer 4 kehrt eine der kultigsten Arcade-Racer-Serien zurück. Angefangen hat alles 1997 auf PC und PlayStation. Ein Jahr später folgte Teil 2 (ebenfalls für PC und PlayStation) bevor 2001 der dritte Teil für den PC veröffentlicht wurde. Danach folgten zwar noch jeweils ein Ableger für den Gameboy Advance und Gameboy DS, aber erst jetzt, 15 Jahre später, erschien nun endlich der nächste offizielle Teil der Reihe. Ob dieser an das kultige Gameplay der früheren Teile heranreicht, erfährst Du wie immer genau hier.

Meinung:


Jeder, der heute um die 30 ist, wird Moto Racer zu seiner Zeit wohl gespielt haben. Mit den schnellen, voll und ganz auf Spielspaß ausgelegten Arcaderennen habe wohl nicht nur ich mir ganze Nächte um die Ohren gehauen.
Bei Moto Racer 4 erwartet man natürlich zumindest Vergleichbares. Und in der Tat scheint es zunächst so, als ob man auch tatsächlich genau das erhält. So gibt es hier zum Beispiel keine offene Spielwelt, sondern genau wie früher lediglich eine Karriere. Diese besteht auch mehreren Kapiteln, die wiederum aus mehreren Rennen sowie einer abschließenden Meisterschaft bestehen. Um diese überhaupt starten zu können, muss man in den vorhergegangenen Rennen allerdings genügend Sterne verdient haben. Dies macht man, in dem man vor jedem Rennstart seine eigene Leistungsfähigkeit einschätzt. Denkt man zum Beispiel das man bei einem Überlebensrennen - bei dem man eine gewisse Zeit lang immer wieder Checkpoints durchfahren muss - nicht so erfolgreich sein wird, wählt man die Aufgabe respektive Zeitvorgabe, die nur einen Stern einbringt. Denkt man, man ist doch besser, wählt man die mit zwei oder gar drei Sternen aus. Wenn man nun die angegebene Zeit überlebt, erhält man so viele Sterne, wie die Aufgabe einbringt, ganz egal ob man damit sogar die nächsthöhere Aufgabenstufe geschafft hätte - man bekommt immer nur so viele Sterne, wie die vorher ausgewählte Aufgabe wert ist.
Sollte man eine Aufgabe einmal nicht schaffen, wird im Gegenzug der Sternwert vom Konto abgezogen. Hatte man also im vor hinein gedacht man schafft die Drei-Sterne-Aufgabe mit Leichtigkeit und scheitert, dann daran, verliert man drei Sterne. Natürlich kann man das Rennen aber noch mal in Angriff nehmen und sich die Sterne dann sichern. Allerdings sei auch gesagt, dass man für die Drei-Sterne-Aufgaben wirklich verdammt gut sein muss. Die sind nämlich so knallhart, das man beinahe schon verzweifelt.

Überleben, Driften und Tricks
So arbeitet man sich dann nach und nach durch die Karriere, bis man irgendwann im letzten Kapitel angekommen ist.
Selbstverständlich muss man dabei aber nicht immer nur dieselben Rennen fahren. Neben bereits erwähnten Überlebensrennen erwarten einen noch einige andere Rennmodi, wie etwa herkömmliche Rennen oder auch Zeitrennen. Am unterhaltsamsten sind aber sicherlich die Abstecher auf die Dirt-Strecke. Nicht nur das man hier herrlich im Dreck umherdriften kann, nein, man darf hier sogar Tricks zum Besten geben. Schade nur, dass einem lediglich ein paar Tricks zur Verfügung stehen. Die lassen sich dafür aber kinderleicht ausführen. Das ist besonders hervorzuheben, da die Steuerung ansonsten doch eher gewöhnungsbedürftig ist, vor allem wenn man auch noch den T.U.R.B.O. nutzt. Dann wird die ohnehin schon unglaublich direkte Steuerung beinahe unfahrbar, weshalb man sich gerade in den ersten Rennen öfters als es einem Lieb ist an der Heck- oder Frontscheibe des stetig fließenden Verkehrs oder abseits der Ideallinie im Dreck vorfindet.
Als ob das Handeln der Bikes nicht ohnehin schon schwer genug wäre, quält einen das Spiel aber auch noch mit seltsamen Bugs. So ist es mir tatsächlich einmal passiert, dass ich ohne ersichtlichen Grund einfach Meter weit in die Höhe katapultiert wurde oder sich das Bike während einer Landung urplötzlich nach vorne neigt und ich auf dem Vorderrad gelandet bin.

Gutes Geschwindigkeitsgefühl
Wenn man früher oder später dann doch endlich die Steuerung so weit in Griff hat, das man zumindest nicht mehr in jeder Kurve in die Leitplanke donnert - und einem keine komischen Fehler heimsuchen - kommt man nicht nur in den Genuss des sehr ordentlichen Geschwindigkeitsgefühls, sondern sammelt auch endlich sogenannte Skill-Punkte. Mit diesen Punkten, die man etwa durch sauberes Fahren oder Wheelies erhält, kann man sich später Bike-Uprgrade oder gar ganz neue Bikes, bzw. Fahrer kaufen. Letztere verfügen allesamt über unterschiedlich ausgeprägte Skill, die sich im Rennen aber kaum bis gar nicht bemerkbar machen.

Multiplayer konnte nicht getestet werden
Neben dem ausführlichen Karrieremodus bietet einem Moto Racer 4 auch noch weitere Spielmodi an. Unter dem Menüpunkt "schnelles Spiel" können Einzelspieler etwa einzelne Rennen oder eine ganze Meisterschaft austragen. Zudem können sie sich hier auch noch an der Time Attack und an der Hot Lap versuchen.
Natürlich muss man aber nicht immer nur gegen die KI oder Zeit antreten. Allerdings kann ich zu dem Onlinemodus und dessen vier Rennmodi nichts sagen. Trotz mehrfacher Versuche habe ich nämlich einfach keine Gegner gefunden.
Ganz anders war dies beim Split-Screenmodus. Den konnte ich testen, und habe dies auch ausgiebigst getan. Denn wenn man direkt neben seinem Gegner sitzt und ihn bei einem Sieg schadenfroh verhöhnen kann, sind die viel zu direkte Steuerung und die seltsamen Bugs völlig egal - ja, mitunter plötzlich sogar ganz lustig.

Nur temporär hübsch
Was aber selbst der lustigste Split-Screenmodus nicht wettmachen kann, ist die Grafik. Die ist nämlich trotz genutzter Unreal Engine alles andere als schön anzusehen. Nicht nur das die Texturen teilweise extrem matschig wirken und es Pop-ups gibt, es mangelt auch überall an Details. Und damit meine ich nicht nur die Details auf und abseits der thematisch abwechslungsreichen Strecken, nein, selbst bei den Motorrädern sind die nicht zu finden. Dafür sehen die Fahrer im Auswahlmenü aber wie Power Rangers aus - das ist ja immerhin ein nettes Detail.
Es ist aber nicht so, das das gesamte Spiel nun total unansehnlich ist. Denn gerade was die Licht- und Farbstimmung angeht, ist Moto Racer 4 tatsächlich ganz hübsch.
Dem Sound kann man dieses Prädikat leider nicht vergeben. Dieser reiht sich eher an den Großteil der Grafik an und bietet einem neben einem, für meinen Geschmack, nervenden Soundtrack auch noch total unrealistische Motorengeräusche an. Auch wenn es sich bei Moto Racer 4 um ein Arcadespiel und nicht um eine Simulation handelt, hätte man hier dennoch bessere Sounds einbauen können.

PS4 mit PS VR unterstützung

Wie einige sicherlich mitbekommen haben, besitzt die PlayStation 4-Version des Spiels über eine PS VR-Unterstützung. Da wir das Spiel auf der Xbox One getestet haben, konnten wir dieses Feature allerdings nicht selber testen, weshalb ich dazu auch nichts weiter sagen kann.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Auch wenn es mir als Fan der alten Teile schwer fällt, dies zu schreiben: es wäre wohl besser gewesen das Moto Racer-Franchise auf dem Videospiele-Friedhof liegen zu lassen. So hätte man die Reihe immerhin in guter Erinnerung behalten. So hat man nun aber immer diesen vierten Teil im Kopf, der mit seiner viel zu direkten Steuerung, dem viel zu hoch angesetzten Schwierigkeitsgrad, der Detailarmen Grafik, dem nervenden Soundtrack und den mitunter kuriosen Bugs der Kult-Reihe in keinster Weise gerecht wird. Wer einen guten Arcade-Motorradracer spielen möchte, sollte also lieber die alten Teile spielen und hiervon die Finger lassen!

Moto Racer 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 5.125 Grafik: 6.00
Sound: 5.00
Steuerung: 4.00
Gameplay: 5.50
Wertung: 5.125
  • Straßen- und Dirt-Rennen
  • Unterhaltsamer Split-Screenmodus
  • Verschiedene Rennmodi
  • Gute Lichteffekte
  • Viel zu direkte Steuerung
  • Kuriose Bugs
  • Detailarme Grafik
  • Online keine Mitspieler gefunden
  • Drei-Sterne-Herausforderungen viel zu schwer

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Rezension vom: 28.11.2016
Kategorie: Sport
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