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Call of Duty: Infinite Warfare

Entwickler: Infinity Ward
Publisher: Activision

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 34,97 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
Infinite_Warfare_Logo

EA
schickte die Spieler kürzlich mit Battlefield 1 in die Zeit des Ersten Weltkrieges zurück und traf damit genau den Geschmack der Fans und Presse (darunter auch unseren), wie die Reaktionen auf das Spiel bewiesen. Activision geht mit dem diesjährigen Call of Duty-Ableger Infinite Warfare genau den anderen Weg und schickt uns weiter in die Zukunft als je zuvor. Ob auch das so gut ankommt? Unser Test wird es zeigen.

Meinung:


Die Story in Infinite Warfare ist alles andere als innovativ: In einer entfernteren Zukunft sind sämtliche Ressourcen der Erde aufgebraucht. Um das Überleben der Menschheit dennoch zu sichern, bildet sich eine Allianz namens SATO, die gemeinsam die dringend benötigten Ressourcen aus den Weiten des Weltalls zu besorgt. Zu diesem Zweck wurden im Weltall Außenposten und Kolonien errichtet, in denen sich aber schnell eine eigene Gruppierung namens Settlement Defense Front, kurz SDF, bildete. Diese will alles von der Erde kommende vernichten und selber die Kontrolle über alles und alle Ressourcen für sich beanspruchen. Ein offener Krieg blieb bisher aber aus, zumindest, bis die SDF eine Flotten-Feier in Genf angreift und nicht nur zahlreiche Raumschiffe abschießt, sondern auch Zivilisten tötet.
Der Spieler befindet sich natürlich mittendrin, um genauer zu sein, übernimmt man den SATO Captain Nick Reyes und kommandiert das Raumschiff Retribution im nun ausufernden Konflikt.

Keine Innovationen, dafür Patriotismus
Wie anfangs erwähnt ist die Story alles andere als innovativ. Aber das sind wir ja bei Call of Duty mittlerweile leider genau so gewohnt, wie der Patriotismus, der auch diesmal wieder von der ersten bis zur letzten Sekunde über allem schwebt. Dennoch ist es sehr schade, das sich nicht mal die Zeit genommen wurde, die feindliche Gruppierung ordentlich vorzustellen. Stattdessen ist sie einfach da und damit muss man als Spieler klarkommen. Bei der eigenen Crew-Besatzung ist dies zum Glück etwas anders. Die, wie etwa die toughe Nora Stalter, werden einem mit fortlaufender Spielzeit sogar immer sympathischer und man hofft inständig, dass ihnen nichts passieren wird (ob dies wirklich so kommt, verraten wir selbstverständlich nicht). Insbesondere gilt dies für Ethan, einem Bot, der zwar eigentlich für Kampfzwecke gebaut wurde, aber auch eine liebevolle Seite hat, die man sofort ins Herz schließt.

Starbesetzung

So sehr man das Storytelling kritisieren kann, eines kann man Activision und Infinite Ward wahrlich nicht vorwerfen: Das sie sich bei der Inszenierung lumpen liesen. Wie es mittlerweile zum guten Call of Duty-Ton gehört wurde nämlich auch diesmal wieder das Antlitz zahlreicher namhafter Schauspieler und anderer Prominente ins Spiel integriert. Am unbekanntesten ist dabei wohl noch der Schauspieler Brian Bloom, der unserem Alter Ego sein Aussehen geliehen hat. Wesentlich bekannter dürfte hingegen der Schauspieler hinter unserem Vorgesetzten Admiral Raines sein. Dieser wurde nämlich von John Marshall Jones gespielt und unser Hauptwidersacher, Admiral Salen Kotch, gar von keinem geringeren als Kit Harrington, also Jon Snow aus "Game of Thrones". Wer ein wenig aufpasst, wird aber auch UFC-Champion Conor McGregor und sogar Formel 1 Doppelweltmeister Lewis Hamilton wiedererkennen und hören. Im Zombiemodus, auf den wir später noch genauer zusprechen kommen, treten zudem David Hasselhoff, Ike Barinholtz, Jay Pharoah, Sasheer Zamata, Paul Reubens und Seth Green auf.
Aber nicht nur der Cast ist ausgezeichnet, auch die Inszenierung der Storykampagne und deren Level, ist Hollywoodreif. Natürlich kommen dabei wieder sehr viele gescriptete Events vor, doch genau die sorgen dafür, dass jede Explosion auch wirklich perfekt getimet ist. Aussehen tut das alles dank einer qualitativ dazu passenden Grafik auch hervorragend, wobei das Grau, das im Bild in seinen zahlreichen Abstufungen vorherrscht, dem ganzen doch etwas an Glanz raubt. Dafür gibt es aber wundervolle Spiegelungen und zahlreiche Details. Und auch die Framerate ist stets auf einem konstant hohen Niveau um die 60 fps.

Kommt einem (fast) alles bekannt vor
Rein vom Spielerischen fühlt sich Infinite Warfare genau so an, wie man es von einem Call of Duty gewohnt ist. Das ist aber auch kein Wunder, denn trotz des neues Settings, besteht auch hier der Großteil des Spiels aus dem üblichen Austausch von Munition. Natürlich kommen dabei nicht nur etwas futuristischere Waffen zum Einsatz, sondern auch wieder eine ganze Reihe an netten Gadgets wie die herumkrabbelnden und zielsuchenden Minen, Hackmodule oder natürlich auch fette Strahlenwaffen.
Etwas ganz neues Stellen die Raumschiffe dar, die nicht nur in den schön anzusehenden Zwischensequenzen gut in Szene gesetzt werden, sondern auch selber gesteuert werden dürfen. Erfreulicherweise geschieht dies sehr intuitiv, weshalb die Raumschlachten eine wirklich willkommene Abwechslung darstellen. Zudem verraten die auf dem Raumschiff zu findenden Personalakten noch ein paar nette Informationen über die Belegschaft und über den Konflikt selber.

Neue Nebenaufträge
Ebenfalls neu sind die Nebenaufträge, die man nun jederzeit und in beliebiger Reihenfolge angehen kann. Genau das würde ich auch jedem wärmstens empfehlen, und zwar nicht nur um die an sonst lediglich fünfstündige Kampagne ein wenig länger spielen zu können. Nein, sie bieten auch eine Menge Abwechslung. In einer Nebenquest ist man zum Beispiel in einem Raumanzug unterwegs und spürt dabei die Schwerelosigkeit. In einer anderen Nebenmission muss man sich hingegen verkleidet durch ein Raumschiff der Feinde schleichen, um so deren Anführer niederzustrecken.

Zombiejagd im Vergnügungspark
Obwohl die Kampagne diesmal wirklich überraschend viel Spaß macht und man sie auch in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wie etwa dem „Spezialist“, bei dem man nach Treffern zum Beispiel humpelt, spielen kann, hat man sie dann doch irgendwann einmal komplett durchgespielt und man fragt sich, was man jetzt machen soll. Die Antwort darauf ist aber ganz einfach, denn wie man es von einem Call of Duty nicht anders gewohnt ist, hat natürlich auch Infinite Warfare noch mehr Spielmodi zu bieten.
Einer davon ist der beliebte und bereits angesprochene Zombiemodus. Dieser stellt wieder eine Art Zwischending zwischen Einzelspieler- und Multiplayermodus. Wer möchte, kann sich nämlich auch alleine gegen die Zombiehorden zu Wehr setzen. Mehr Spaß macht es aber natürlich, wenn man dies gemeinsam mit bis zu drei Freunden oder anderen Spielern macht.
Im Grunde genommen bietet der Zombiemodus genau das, was man schon von den anderen Call of Duty's kennt. Ein Punkt lässt diesen speziellen Zombiemodus aber dann doch herausstechen. Die Rede ist vom Setting. Die diesjährige Zombiejagd spielt sich nämlich in einem 80er Jahre Vergnügungspark inklusive verschiedener Fahrgeschäfte ab, was mir persönlich absolut zugesagt hat. Dagegen wirken die Minen, die zerstörten Städte und die anderen Areale, in denen man in der Kampagne unterwegs ist, regelrecht langweilig – und das, obwohl sie nun endlich mal nicht mehr ganz so Schlauchartig gestaltet wurden, sondern einem auch mal ein wenig Platz für eigene Wege bieten.

Enttäuschender Multiplayermodus?

Neben dem Zombiemodus gibt es natürlich auch wieder den obligatorischen (echten) Multiplayermodus. Für viele war dieser bisher immer der Grund überhaupt, sich Call of Duty zuzulegen. Dieses Mal könnte dies aber ein wenig anders sein. Denn große Neuerungen oder auch grafische Verbesserungen sucht man dieses Jahr beinahe vergeblich. Mit Frontline und Defender, haben es lediglich zwei neue Spielmodi ins Spiel geschafft. Wobei „Neu“ hier auch nicht ganz zutrifft. Bei Frontline wurde nämlich einfach nur im Umkreis des eigenen Spawnpunktes eine höhere Trefferresistenz eingefügt und bei Defender handelt es sich um eine abgewandelte Form des aus Black Ops 3 bekannten Safeguard-Modus, nur dass man hier statt eines Balls eine Drohne beschützen muss. Wer sich auf spannenden Weltraumschlachten gefreut hat, muss an dieser Stelle also enttäuscht werden, denn obwohl sich aufgrund des Setting ein solcher Modus gerade zu anbietet, gibt es so etwas leider nicht.
Dafür gibt es in den gegen Echtgeld kaufbaren Booster-Packs nun aber sogenannte legendäre Waffen. Diese sind zwar zum Glück nur unwesentlich besser als die herkömmlichen Waffen, dennoch ist es doch etwas ärgerlich das es solche Waffen überhaupt ins Spiel geschafft haben. Insgesamt bietet der Multiplayermodus von Infinite Warfare also wenig wirklich Neues und dürfte deswegen wohl auch kaum mehr ein echter Grund sein, sich das Spiel unbedingt zulegen zu müssen. Denselben Spielspaß kann man nämlich auch problemlos im letztjährigen Call of Duty erleben.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert In den letzten Jahren schloss ich meine Call of Duty-Rezensionen mit schöner Regelmäßigkeit mit dem Fazit ab, das die Kampagne zwar toll inszeniert, schlussendlich aber doch lediglich als eine nette Dreingabe zum Multiplayermodus angesehen werden muss. Dieses Jahr ist das anders. Denn auch wenn die Onlinegefechte auch dieses Mal wieder sehr kurzweilig sind, bieten sie einfach zu wenig Neues um einen wirklich zum Kauf zu bewegen. Ganz anders sieht das diesmal aber der Kampagne aus. Diese ist nämlich nicht nur wieder gewohnt toll inszeniert, sondern bietet auch sympathische Charaktere und einige frische Gameplay-Überraschungen, wie etwa die Raumschiffe mit denen man sogar selber fliegen kann.
Aus diesem Grund lautet mein diesjähriges Fazit auch: Wer eine unterhaltsame, actionreiche Kampagne erleben möchte, ist bei Infinite Warfare genau richtig - wer sich Call of Duty immer nur wegen dem Multiplayermodus kauft, kann dieses Jahr getrost aussetzen und weiter in Black Ops III Online die Feinde ausschalten, große Neuerungen verpasst man deswegen nicht.

Call of Duty: Infinite Warfare - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.875 Grafik: 8.00
Sound: 8.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.875
  • Sympathische Charaktere
  • Tolle Inszenierung
  • Viele bekannte Schauspieler zu sehen
  • Neue Nebenaufträge
  • Coole Zombiemodus-Location
  • Story trieft vor Patriotismus
  • Multiplayermodus bietet kaum Neues
  • Keine Multiplayer-Raumschiff-Schlachten
  • Umgebung kaum zerstörbar

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Rezension vom: 22.11.2016
Kategorie: Action
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