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Adventure Park

Entwickler: B-Alive
Publisher: bitComposer Games

Genre: Simulationen
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 29,99 €

Systeme: PC

Inhalt:
Adventure_Park_Logo

Wer kann sich noch an RollerCoaster Tycoon erinnern? Ich auf jeden Fall noch sehr gut. Denn damals hat mich wirklich kein Spiel so gefesselt wie eben RollerCoaster Tycoon bzw. RollerCoaster Tycoon 2. In beiden Fällen habe ich stundenlang an meinen Parks und Achterbahnen gewerkelt und war jedes Mal glücklich, wenn meine Bemühungen bei den Parkbesuchern Anklang fanden.
Leider sind diese schönen Zeiten nun auch schon wieder 15 Jahre bzw. 11 Jahre her, und obwohl ich wirklich alles ausprobiert habe, gab es seitdem leider kein weiteres Freizeitpark-Wirtschaftssimulations-Spiel, das mich auch nur ansatzweise in diesem Maße begeistern konnte. Zumindest bis jetzt! Denn nun brachte bitComposer mit Adventure Park mal wieder ein Spiel auf dem Markt, das genau dasselbe Thema bietet wie einst RCT – sogar inklusive Achterbahn-Bau! Doch kann Adventure Park einen wirklich genauso fesseln wie die guten alten RCTs oder ist es nur eine weitere Enttäuschung bei meiner Suche nach einem würdigen Nachfolger? Die Antwort auf diese Frage erfährst Du im folgenden Review.

Meinung:


Der Anfang ist auf jeden Fall schon mal vielversprechend. Denn genau wie beim RollerCoaster Tycoon geht es auch hier darum einen möglichst profitablen Park zu betreiben.
In der aus fünf Missionen bestehenden Kampagne startet man dabei meist mit einem schon existierenden Freizeitpark, der aber stets alles andere als optimal läuft. Mal fehlt es an Geld, ein anderes Mal gibt es kaum Attraktionen und wieder ein anderes Mal wird unbedingt eine schöne Dekoration oder eine neue Achterbahn benötigt.
Obwohl die Missionen nicht nur durch die verschiedenen Aufgaben, sondern auch durch die unterschiedlichen Themen-Settings (u.a. muss mal ein Park im Piraten-Stil und ein anderes Mal im Stil des alten Ägypten erbaut werden) wirklich abwechslungsreich und zugleich auch recht fordernd sind (wobei die ersten Missionen als Tutorial dienen und deswegen natürlich auch sehr leicht sind), dient der Kampagnen-Modus doch nur als nette Dreingabe.

Den perfekten Freizeitpark erbauen
Viel interessanter ist für mich alten RCT-Hasen nämlich das freie Spiel, in dem ich meiner Phantasie endlich wieder freien Lauf lassen kann und mir auf den acht zur Verfügung stehenden Karten einen Freizeitpark ganz nach meinem Geschmack erbauen kann.
Die Möglichkeiten, die einem dabei geboten werden, können es locker mit dem alten Klassiker der Freizeitpark-Wirtschaftssimulationsspiele aufnehmen. Denn neben etlichen Gastronomie-Ständen (u.a. Getränke, Eis- und Würstchenstand) und fertigen Attraktionen wie z.B. einem Freefall Tower, Riesenrad oder Elefantenritt, gibt es nämlich auch zahlreiche Dekorationsmöglichkeiten mit denen man seinen Park ganz individuell und nach Belieben gestalten kann. Für Typen wie mich, die beim Bau ihrer Parks auf jede Kleinigkeit achten, ist aber gerade dies Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite ist es zwar schön, dass man hier seiner Phantasie wirklich freien Lauf lassen kann, auf der anderen Seite kann man sich beim Wunsch seinen idealen Park zu erbauen aber auch wirklich verlieren. Denn was einem hier alles zur Verfügung gestellt wird, um seinen Park hübsch zu machen ist mehr als eine ganze Menge. Von verschiedensten Wegen über unterschiedlichen Statuen, Brunnen, Lampen, Zäune, Felsen und Pflanzen bis hin zu Kanonen, Robotern und vielen weiteren ist hier nämlich so ziemlich alles vertreten, was man sich für seine Parkgestaltung auch nur wünschen kann. Kein Wunder also, dass ich schon für die Gestaltung des ersten Viertels meines Parks Stunden gebraucht habe.

Die ganze Arbeit, die man in die Gestaltung und Dekoration investiert, lohnt sich aber. Denn das alles ist bei weitem nicht nur für das eigene Wohlbefinden wichtig. Auch die Parkbesucher wollen es schließlich schön haben und sind nur dann glücklich, wenn der Park auch wirklich schön gestaltet ist.
Dazu gehört natürlich auch ein ausreichend großes Angebot von Ess- und Trinkgelegenheiten sowie Toiletten. Denn was nutzt schon ein schön gestalteter Park mit spannenden Attraktionen wenn man nirgendwo seinen Hunger stillen oder mal aufs stille Örtchen kann? Genau, gar nichts.

Immer höhere Ansprüche
Was die Besucher im genauen erwarten bzw. wollen, kann man anhand von kleinen Symbolen über ihren Köpfen erkennen. Wenn dort zum Beispiel eine Dose zu sehen ist, hat der Besucher wohl Durst, was natürlich am besten umgehend durch einen neuen Getränkestand behoben werden sollte. Wenn man es denn irgendwann tatsächlich geschafft hat, alle Wünsche zu erfüllen und sämtliche Gäste glücklich zu machen, bekommt man für seine Mühe anschließend natürlich auch eine angemessene Belohnung.
Um genau zu sein, steigt man dann einen Level auf. Was sich wenig spektakulär anhört, ist beim zweiten Blick aber weitaus interessanter als es zunächst den Anschein macht. Denn mit jedem Levelaufstieg schaltet man auch neue Attraktionen, Gegenstände und sogar Upgrades frei, die man natürlich auch sofort nutzen sollte. In Adventure Park erwarten die Besucher mit jedem neu hinzugekommenen Level nämlich immer mehr vom Park, was man natürlich nur mit den neu gewonnenen Attraktionen, Upgrades etc. bewerkstelligen kann. Darum sollte man auch immer die Chance nutzen, und seine Getränkestände zum Beispiel mit leckerem, frisch gepressten Mango-Saft, Himalaya-Schmelzwasser oder Null-Diät-Cola ausstatten oder sein Geld in ein Ultimate Power Subwoofer Soundsystem, stärkere Antriebe oder Fotos, die als Give-Aways dienen, investieren. Die Besucher werden es einem auf jeden Fall danken.

Achterbahn-Konstrukteur
So wichtig ein schön gestalteter Park und die aktuellsten Upgrades auch sein mögen, das eigentliche Aushängeschild eines jeden Parks und das Hauptargument warum die Besucher überhaupt in einen Park gehen, sind natürlich seine Achterbahnen.
Und da diese nun mal elementar sind, gibt es die natürlich auch nicht wie eine x-beliebige Attraktion von der Stange.
Stattdessen kann man sich, wie schon einst in RCT, in Adventure Park als Achterbahn-Konstrukteur probieren und eigene Achterbahnen entwerfen (leider ohne Loopings. Die darf man nämlich nicht mit in seine Konstruktionen stecken).
Allerdings sollte man dies nicht einfach so mal auf die Schnelle machen. Denn genau wie in der Wirklichkeit wollen auch die virtuellen Parkbesucher keine langweiligen oder zu langsamen Achterbahnen. Vielmehr wollen sie wie Du und ich Thrill, und die G-Kräfte an ihrem Körper spüren. Zu aufregend darf das Ganze aber auch wieder nicht sein. Denn wenn eine Bahn zu schnell ist, ist die Gefahr, dass die Gäste nach der Fahrt ihr ganzes teures Essen, was sie vorher an den Fressbuden in sich rein geschaufelt haben, wieder auf den Boden verteilen, sehr hoch. Eine wirklich perfekte Achterbahn zu bauen, die jeden Besucher anspricht, braucht also ein wenig Erfahrung. Doch die kommt mit der Zeit automatisch, so dass das einzige was einem später am Bau einer Achterbahn noch Schwierigkeiten macht, die Steuerung ist. Die ist nämlich nicht nur beim Achterbahn-Bau mitunter ziemlich hakelig und lässt einen so manches unschöne Wort herausbrüllen.

Am Ende muss die Bilanz stimmen
Der dritte große Part in Adventure Park ist das Management. Denn wie eingangs schon erwähnt, dreht sich am Ende des Tages doch wieder alles nur um eine positive Bilanz.
Die zu erreichen ist aber (vor allem Anfangs) gar nicht so einfach. Um eine positive Bilanz aufweisen zu können, muss man nämlich doch relativ viele Sachen im Auge behalten. So betrifft ein ganz großer und zwiespältiger Punkt hierbei die Angestellten. Zum einem sind Mechaniker, Reinigungskräfte, Gärtner usw. zwar wichtig für den reibungslosen Ablauf, zum anderen sind sie aber auch relativ teuer. Darum sollte man hier auch immer genau abwägen, wie viel Personal tatsächlich aktuell gebraucht wird.
Desweiteren muss man auch immer die Preise im Auge behalten. Und damit meine ich nicht nur den eigentlichen Eintrittspreis des Parks. Darüber hinaus kann man nämlich auch die Preise sämtlicher Fress- und Erinnerungsbuden sowie die der einzelnen Attraktionen nochmals einzeln bestimmen. Und hier sollte man vor allem auf die Beliebtheit der Attraktionen achten, denn umso beliebter ein Attraktion wird, desto mehr kann man für deren Eintritt verlangen. Allerdings ist es gar nicht so einfach hier wirklich den angemessenen Preis rauszufinden. Irgendwie scheint hier nämlich noch der Wurm drin zu stecken. Zumindest mir ist es häufig so ergangen, dass Gäste eine Attraktion ganz toll finden, aber bei einer kleinen Preiserhöhung von sagen wir mal 5 Euro protestiert haben. Wenn ich den Preis aber nochmals ein wenig anhebe und aus den zusätzlichen fünf Euro sogar 15 Euro mache, gehen sie wieder ohne Murren hinein. Hier würde ich mir einen kleinen Patch wünschen, der dieses Problem behebt. Vielleicht ist es dann auch gleich noch möglich die Preise im Allgemeinen realistischer zu machen. Denn dass man für den Eintritt 70 Euro bezahlt ist im Grunde schon irrational genug, dass man aber dazu nochmal zusätzlich pro Attraktion 25 Euro (oder mehr) berappt, ist einfach Wahnsinn und hat wirklich nichts mehr mit Realismus zu tun.

Hoher Wuselfaktor
Viel besser gelungen ist den Jungs und Mädels von B-Alive (die u.a. auch Wildlife Park 2 entwickelt haben) hingegen der, meiner Meinung nach bei einem solchen Spiel unabdingbare Wuselfaktor. Überall wo man hin schaut, sieht man Leute laufen und Fahrgeschäfte bewegen. Wer will, kann sogar einen Besucher verfolgen und so miterleben, wie er erst einen Imbissstand aufsucht, sich dann in die Achterbahn-Schlange anstellt und bei deren Fahrt vor der tiefen Abfahrt die Arme in die Höhe reist. Wem das zu langweilig oder gar zu voyeuristisch ist, kann aber auch selber durch den seinen Park laufen und so mit den Augen eines Besuchers die eigens erbauten Achterbahnen erleben.
Leider sieht man so nah am Geschehen aber auch die unschönen Seiten des Spiels wie z.B. die nicht gerade fein ausgearbeiteten Wassereffekte oder die teils doch recht matschigen Texturen.
Das ist aber leider nicht das einzige Manko, das einem beim Betrachten des Spiels auffällt. Denn genauso schön wie bessere Wassereffekte wäre es z.B. auch, wenn die Besucher nicht urplötzlich vor dem Eingang aufploppen würden. Doch auch wenn dies leider der Fall ist, ist Adventure Park dennoch ein schön anzusehendes Spiel, das einen direkt an die Zeiten, die man mit RollerCoaster Tycoon verbracht hat, erinnert.
Selbiges gilt übrigens auch für die Soundkulisse. Denn genau wie beim großen Vorbild bekommt man auch hier vor allem eines zu hören – die Schreie der auf der Achterbahn befindlichen Besucher. Und genau wie damals verfolgen einen diese Schreie nicht nur im Spiel, sondern auch danach noch eine ganze Weile weiter. Dies soll aber nicht etwa als Kritikpunkt verstanden werden! Für mich gehört genau das nämlich einfach zu so einem Spiel dazu.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert stefan2Nach jahrelangen, erfolglosen Suchen habe ich ihn nun endlich gefunden – einen würdigen Nachfolger von RollerCoaster Tycoon! Auch wenn die Steuerung einen manchmal zur Weißglut treibt, die Finanzen alles andere optimal laufen, die Grafik sicherlich noch etwas besser hätte sein können und die Achterbahnen leider nur ohne Loopings errichtet werden können, ist Adventure Park für alle die RCT geliebt haben trotzdem ein Spiel mit denen sie viele Stunden verbringen werden. Denn wie einst im Klassiker kann man sich auch hier, dank der vielen Attraktionen und Dekorationsmöglichkeiten, bei der Gestaltung seines Traum-Freizeitparks verlieren. Und soweit es mich angeht, ist das genau das, was ich von einem solchen Spiel erwarte. Da sind mir kleine Unzulänglichkeiten bei den Finanzen und der eine oder andere Wutausbruch aufgrund der Steuerung ehrlich gesagt auch egal.

Adventure Park - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.25 Grafik: 7.00
Sound: 7.50
Steuerung: 6.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 7.25
  • Verschiedene Themen
  • Viele Dekorationsmöglichkeiten
  • Eigene Achterbahnen bauen
  • Upgrades freischaltbar
  • Hoher Wuselfaktor
  • Man kann keine Loopings bauen
  • Hakelige Steuerung
  • Zu wenige Karten
  • Unübersichtliche Finanzen

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Rezension vom: 29.10.2013
Kategorie: Simulationen
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