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Civilization V: Brave New World

Entwickler: Firaxis Games
Publisher: 2K Games

Genre: Strategie
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 29,99 €

Systeme: Keine Untertitel vorhanden.

Testsystem: Windows Vista, 4 GB RAM, AMD Athlon X4 645 3,10 GHZ, Zotac GeForce GT 240

Anforderungen: Grafikkartentypen: ATI Radeon HD 4800, NVIDIA GeForce 9800, Grafikkarte: DirectX kompatibel, 512MB, Arbeitsspeicher: 4096 MB, Prozessor: 1.8 GHz, Festplattenspeicher: 8.0 GB, Soundkarte: DirectX 9.0c kompatibel, Um das Add-on Brave New World nutzen zu kö

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:

civ5_logo

Der Weltkongress tagt. Ich, Harun Al-Rashid, Kalif der Arabier, haben den Vorsitz inne. Beim letzten Mal machte ich den Vorschlag, eine Weltausstellung auszurichten, die mir persönlich viele Vorteile bringen wird. Nicht alle Nationen sind damit einverstanden, und besonders Nebukadnezar, König der Babylonier, wird vermutlich dagegen stimmen. Er hat wegen einiger seiner Wunder drei Stimmen, während ich als Vorsitzender zwei besitze. Doch da ich auf Grund meines Botschafters auch die Stimme von Sejong, dem König der Koreaner, habe, wird meine Resolution angenommen. Mit meinem nächsten Antrag werde ich höchstwahrscheinlich jeden gegen mich aufbringen, denn ich plane, den Islam zur Weltreligion zu erklären!



Meinung:

Am Anfang...
Lange galt unter Fans Civilization IV als der beste Teil der legendären Strategieserie. Allerdings bleibt die Zeit nicht stehen, und da das Spiel erfolgreich war, musste auch zwangsläufig eine Fortsetzung herauskommen. Das war 2010 so weit, als Civilization V herauskam. Die Entwickler gingen damals mit der Zeit und als Gamer benötigte man Steam, um zocken zu können.

Das war jedoch nicht die einzige Änderung. So fielen die Religionen und Staatsformen unter den Tisch, und wurden durch Sozialpolitiken ersetzt. Einheiten ließen sich nicht mehr stapeln und es ließen sich ebenfalls keine Befehle auf Vorrat erteilen. Doch trotz der teilweise kontroversen Veränderungen war Civilization V erfolgreich, sowohl bei den Kritiken als auch bei den Käufern. Und das Manko mit den fehlenden Glaubensformen wurde 2012 mit dem Add-On Gods and Kings auf elegante Weise gelöst.

Jetzt liegt Brave New World vor, das zweite Add-On. Jenes verändert erneut viele Aspekte im Spiel. Es gibt auf einmal Handelsrouten, den Welt-Kongress, wodurch die Diplomatie verstärkt wird, sowie einen komplett überarbeiteten Kultursieg. Fast all diese Veränderungen treten vor allem in der letzten Phase des Spiels auf.

Anders, aber doch gleich!
Für jemanden, der zuvor Civ IV aber nicht V spielte, ist die erste Änderung, die ihm auffällt, vor allem eine optische. Die Geländefelder sind nicht mehr viereckig, sondern sechseckig. Und je weiter man im Game fortschreitet, desto mehr Unterschiede fallen einem auf.

So gibt es jetzt mit den Stadtstaaten eine dritte Macht neben den Staaten und den nervigen Barbaren. Hierbei handelt es sich um einzelne Städte, die jedoch keine Kolonien gründen können. Stattdessen stellen sie im Verlauf des Spiels Aufgaben, wie beispielsweise dass man bestimmte Ressourcen oder Religionen mit ihnen teilt. Bei Erfolg verbündet man sich mit ihnen, und erhält zum Beispiel mehr Kultur pro Runde, was sich auch auf die Zufriedenheit der eigenen Bevölkerung auswirkt. Doch ist das kein Dauerzustand, denn mit der Zeit verringert sich der Status, bis er erneut auf neutral steht. Und so muss man teilweise jonglieren. Einerseits muss man darauf achten, welche Missionen man problemlos erfüllen kann, andererseits ist es allerdings teuer, sich bei möglichst vielen Stadtstaaten gut Freund zu machen. Eine Herausforderung, die sich aber vom Spielspaßaspekt her lohnt,

Diplomatie ist die Fortsetzung von Krieg, nur ohne Waffen
Handelsrouten spielen ebenfalls dabei eine wichtige Rolle. Mit ihnen kann man Geld und Wissenschaft verdienen und gleichzeitig auch seine Religion verbreiten, wenn man Städte als Ziel auswählt, die nicht Teil des eigenen Staates sind. Jedoch ist die maximale Anzahl an diesen Routen begrenzt, so dass man gut auswählen muss, von welcher Siedlung aus man eine startet. Denn die Entfernung zum Ziel spielt einen gewichtigen Anteil daran, wie viel Cash man am Ende erhält.

Mit anderen Völkern zu verhandeln ist natürlich immer noch essentieller Teil der Civilization-Reihe. Doch ursprünglich war dieser Teil von V geradezu verkümmert. Zwar konnte man mit dem Bau des Weltwunders UN die Voraussetzung für den diplomatischen Sieg starten. Allerdings fehlte eine Möglichkeit, auf eine einfache Art und Weise weltweit mit allen Völkern gleichzeitig in Kontakt zu treten. Das änderte sich mit dem Weltkongress! Das eingangs beschriebene Szenario ist dabei eine von diversen Optionen, die einem im Laufe des Spiels begegnen. Auch kann man beispielsweise ein Embargo von Handelsrouten mit Stadtstaaten beantragen, oder eine Förderung der Wissenschaften oder eine Besteuerung aller stehenden Militäreinheiten, oder, oder, oder. Es gibt auf Grund dieser Neuerung auf einmal so wahnsinnig viele Auswahlmöglichkeiten, die das Game stark erweitern.

Und es ist wichtig, dass man wirklich über ausreichend Einfluss und einen gewissen technologischen Stand verfügt. Zu Beginn vergehen 90 Runden zwischen jeder Sitzung, doch je weiter man sich entwickelt, desto kürzer wird dabei die zeitliche Distanz! Um dabei die benötigte Anzahl an Stimmen zu erlangen, um die eigenen Anträge durchzubringen, ist diplomatisches Feingefühl erforderlich. Und nicht immer gelingt es einem, genügend Staaten auf die eigene Seite zu bringen. Da helfen die Spione, die man als Botschafter in den Hauptstädten anderer Länder ansiedeln kann und so deren Oberhäupter beeinflussen kann. Was allerdings simpel klingt, ist erst später im Spielverlauf möglich, wenn man die entsprechende Technologie hat, endlich diese Einheit zu entwickeln.

Das! ist! Kunst!
Doch die stärkste und auch beste Veränderung, die Brave New World bei Civ V durchführte, ist die des Kultursieges. Anstatt einfach nur irgendein Utopia zu bauen, hat man jetzt die Möglichkeit, durch einen großen kulturellen Einfluss zu gewinnen. Genauso wie beim diplomatischen Sieg eröffnet sich diese Option allerdings erst später im Spielverlauf.

Wenn man große Persönlichkeiten erhält, können diese wiederum große Werke erschaffen, die man in entsprechenden Gebäuden ansiedeln kann. Dadurch kriegt man Tourismuspunkte, die gleichzeitig auch dafür sorgen, dass dein kultureller Einfluss bei den anderen Staaten steigt. Dafür sorgen ebenso die archäologischen Entdeckungen, die man machen kann. Am Ende, falls man genügend kulturelles Gewicht besitzt, sind arabische Blue Jans und Colas in allen Ländern beliebt. Sehr zum Ärger der jeweiligen Staatschefs, was einem selber jedoch egal sein kann, da man den Spaß seines Lebens hat.

Kleine Wermutstropfen
Schade ist, dass nicht alles verbessert wurde. Einige Mankos sind geblieben. So ist die mangelhafte KI der Bautrupps immer noch vorhanden. Sie ist nicht fähig, von sich aus eine alternative Route zu wählen, wenn der ursprünglich gewählte Weg versperrt ist. Oder bei Militäreinheiten, die stoppen, weil sie gegnerische Einheiten ausmachen, anstatt diese zu ignorieren und weiterzugehen.

Doch ist das eher Meckern auf hohem Niveau. Denn ansonsten ist Civ V endlich das Spiel, welches Teil IV den Ruf als bestes Civ aller Zeiten zumindest streitig machen kann. Und so ist es auch kein Wunder, dass man schon bald nach diesem Spiel suchtet. Der bekannte Civilization-Effekt ist dann in vollem Gange.

An Bild und Ton sich berauschen
Und das wird durch die geniale Grafik nur noch verstärkt. Bereits Teil IV glänzte mit einer Liebe zum Detail. V toppt das. Bauarbeiter wischen sich den Schweiß von der Stirn, Wellen schlagen ans Land und wenn Verbesserungen geplündert wurden, bleiben rauchende Ruinen zurück. Das sorgt für Atmosphäre, wovon es in Civilization V wahrlich nicht mangelt.

Doch auch die Musik muss sich nicht verstecken. Bei den Arabern beispielsweise erklingen wiederholt sanfte, orientalisch klingende Melodien, die man gerne anhört. Und die deutsche Synchro, die man vor allem bei den Beratern hört, ist ohnehin über alle Zweifel erhaben. Außerdem sorgen Details, wie die Tatsache, dass die jeweiligen Herrscher in ihrer Landessprache sprechen, ebenfalls dafür, dass man von diesem Spiel förmlich in Bann geschlagen wird.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen G__tzMit Civilization V: Brave New World entwickelten Firaxis Games ein Add-On, welches ein bislang bereits gutes Spiel noch einmal deutlich verbessert. Die neuen Diplomatiemöglichkeiten, der Handelsweg oder der von Grund auf erneuerte Kultursieg sorgen für viele Stunden Spielspaß. Da verschmerzt man gerne die mangelhafte Route-KI der Einheiten. Denn ansonsten, auch in Sachen Grafik und Sound, ist Teil V das Nonplusultra in Dingen rundenbasierter Strategiespiele!

Civilization V: Brave New World - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.0625 Grafik: 9.00
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.25
Wertung: 9.0625
  • Diplomatie wurde stark überarbeitet
  • Kultursieg von Grund auf neu entwickelt
  • Handelswege
  • KI der Einheiten immer noch verbesserungswürdig

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Rezension vom: 19.07.2013
Kategorie: Strategie
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